http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
Wieder mehr Jugendliche wegen Komasaufens im Krankenhaus
Wieder mehr Jugendliche wegen Komasaufens im Krankenhaus
29.11.2017 - 17:45 Uhr
Berlin (dpa) - Erstmals seit Jahren sind wieder mehr Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 22.309 junge Patienten im Alter von zehn bis 20 Jahren völlig betrunken in eine Klinik gebracht.

Das geht aus einer Statistik des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hatte die Daten recherchiert. Im Vergleich zum Vorjahr handelt es sich um einen Anstieg um 1,8 Prozent. Bei den 15- bis 20-Jährigen ist der Anstieg mit plus zwei Prozent auf 19.679 Betroffene dabei höher als bei den Zehn- bis 15-Jährigen. In den drei Jahren zuvor hatte die Zahl der Betroffenen stetig abgenommen.

Zahlen variieren in Bundesländern

2016 waren 12.972 Jungen und junge Männer betroffen und 9.337 Mädchen und junge Frauen. Die meisten Kinder und Jugendlichen mit Alkoholvergiftung gab es seit 2000 mit 26.673 im Jahr 2012, zehn Jahre zuvor waren es nur 12.807.

Sehr unterschiedlich ist die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern. So gab es in Sachsen-Anhalt einen Anstieg um 26,2 Prozent, in Brandenburg um 20,9 und in Sachsen um 11,9 Prozent. Den größten Rückgang verzeichneten Berlin mit minus 6,3 Prozent sowie Bremen und Schleswig-Holstein mit jeweils minus 6,1 Prozent.

Harter Alkohol übers Internet bestellbar

Erst im Mai hatte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen Rückgang beim Alkoholkonsum von Jugendlichen gemeldet. Demnach greift durchschnittlich jeder zehnte befragte Teenager zwischen 12 und 17 Jahren einmal in der Woche zu alkoholischen Getränken. Im Jahr 2004 waren es noch mehr als doppelt so viele (21,2 Prozent). Nicht zuletzt über das Internet können Jugendliche leicht an harten Alkohol kommen - auch über genau auf die Zielgruppe zugeschnittene Angebote, wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen warnt.

Foto: dpa

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Baden-Baden
--mediatextglobal-- Es wird zwar noch viel getrunken, doch der Trend zum Komasaufen lässt bei den Jugendlichen nach. Foto: dpa

24.11.2017
Zunahme bei illegalen Drogen
Baden-Baden (hez) - Die Fachstelle Sucht Rastatt/Baden-Baden meldet einen Rückgang der Zahl der Menschen mit Alkoholproblemen (speziell im Jugendbereich), die aber noch den größten Anteil an den betreuten Klienten haben. Bei illegalen Drogen gibt es steigende Zahlen (Foto: dpa). »-Mehr
Durmersheim
--mediatextglobal-- Haben sich für ein Interview mit Bürgermeister Hartwig Rihm (rechts) getroffen: Nicolas Busch (links) und Niklas Busch vom Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiusm. Foto: pr

16.02.2015
Abschreckung durch mehr Polizeipräsenz
Durmersheim (red) - Ungefähr zehn Minderjährige wurden an Fasnacht 2014 in Au am Rhein aufgrund einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Dies war der traurige Höhepunkt einer mehrjährigen Entwicklung (Foto: pr). »-Mehr
Regensburg
Komatrinken ist kein jugendliches Phänomen. dpa

23.11.2012
Senioren trinken zumeist einsam
Regensburg (red) - Alkoholsucht bei Senioren bleibt meist unbemerkt, da diese häufig sehr einsam leben und zudem nicht mehr arbeiten. Ihnen fehlt laut Experten das soziale Umfeld, das das Problem bei Jüngeren registriere. Zudem gingen Ältere meist nicht von sich aus zu Beratungsstellen (Foto: dpa). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Immer mehr Kantinen setzen laut einer Erhebung des Hotel- und Gaststättenverbands auf Biokost und regionale Produkte. Wäre Sie bereit, dafür mehr zu bezahlen?

Ja.
Nein.
Ich esse in keiner Kantine.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen