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54-Jähriger gesteht tödliche Messerstiche auf Ehefrau
54-Jähriger gesteht tödliche Messerstiche auf Ehefrau
04.12.2017 - 14:58 Uhr
Karlsruhe (lsw) - Im Mordprozess um tödliche Messerstiche auf eine 50-Jährige in Pforzheim hat der angeklagte Ehemann die Tat zugegeben. Sein Verteidiger verlas am Montag vor dem Landgericht Karlsruhe eine entsprechende Erklärung.

Der 54-Jährige habe mit seiner Frau sprechen, sie aber nicht töten wollen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, er habe 29 Mal auf die wehrlose Frau eingestochen, nachdem er sie am 17. Mai bis in eine Kindertagesstätte, ihren Arbeitsplatz, verfolgt hatte. Die Frau starb zwei Tage nach der Tat im Krankenhaus.

Dramatische Szenen in der Kita

Nach den Aussagen von Zeuginnen müssen sich schreckliche Szenen in dem Gebäude abgespielt haben. Eine Mutter, die ihre Kinder abholte, sah den Mann nach eigenen Angaben, wie er seiner Frau mit einem Messer in der Hand in das Haus folgte. Eine Hauswirtschafterin der Kita sah den 54-Jährigen demnach auf die am Boden liegende Frau einstechen. Sie habe dem Täter mehrfach mit einem Besenstiel auf den Kopf geschlagen, er habe dennoch nicht aufgehört.

Vor der Tat bereits mit Mord gedroht

Der 54-Jährige, ein in der ehemaligen Sowjetunion aufgewachsener Deutscher, erklärte über seinen Anwalt, er habe kein Messer mitgebracht. Seine Frau habe es in der Hand gehalten. Er sei von der Situation überfordert gewesen. "Er bedauert die Tat", sagte der Verteidiger.

Kurz zuvor war die 50-Jährige aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und bei ihrem Sohn untergekommen. Zwei Zeuginnen gaben an, dass die Frau von massiven Alkoholproblemen und Drohungen ihres Mannes erzählt habe. Kurz vor der Tat habe sie sich Pfefferspray gekauft. Der Mann habe gedroht, erst sie und dann sich selbst zu töten.

Es sind weitere Verhandlungstage bis zum 7. Dezember angesetzt.

Foto: dpa

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