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Viele Hinweise nach Paketbomben
Viele Hinweise nach Paketbomben
04.12.2017 - 17:15 Uhr
Potsdam (dpa) - Bei der Fahndung nach dem DHL-Erpresser hat die Potsdamer Polizei bereits zwei Dutzend Hinweise erhalten. Eine heiße Spur sei aber noch nicht darunter, teilte ein Polizeisprecher mit.

Die nach der Auslieferung einer Paketbombe an einen Apotheker am Potsdamer Weihnachtsmarkt gebildete Sonderkommission "Luise" wurde auf inzwischen etwa 50 Mitarbeiter aufgestockt.

Mitten im Weihnachtsgeschäft verlangen der oder die Erpresser von der Pakettochter der Deutschen Post mehrere Millionen Euro und drohen mit weiteren Bomben, wie die Polizei erklärt hatte. Am Freitag war die Paketbombe am Potsdamer Weihnachtsmarkt von Spezialisten der Polizei unschädlich gemacht worden. Bereits Anfang November ging eine ähnliche Bombe bei einem Online-Versandhändler in Frankfurt (Oder) in Flammen auf.

Ermittler rufen zu Vorsicht auf

Polizei und Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatten die Bevölkerung gebeten, beim Empfang von verdächtigen Paketen sehr vorsichtig zu sein. Im Zweifel solle auf jeden Fall die Polizei informiert werden. Die Paketbomben könnten zu schwersten Verletzungen oder sogar zum Tod führen.

Neben den Hinweisen gingen bei der Polizei auch zahlreiche Anrufe besorgter Bürger ein, die sich grundsätzlich informieren wollten, sagte ein Sprecher. Dafür solle das Hinweistelefon aber nicht genutzt werden.

Entwarnung: Keine Granate in Paket an Thüringer Staatskanzlei

Auch in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt ging ein verdächtiges Paket ein. Es sei von der Polizei sichergestellt worden, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) der Deutschen Presse-Agentur. Einen Zusammenhang mit der Erpressung wies er als "pure Spekulation" zurück. Nach Ermittlungen der Polizei hat das Paket keinen explosiven Inhalt. Es beinhalte keinen gefährlichen Gegenstand, wie nach einer ersten Röntgenuntersuchung des Pakets am Montag angenommen worden war, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt. Das Paket sei an Ramelow adressiert gewesen. Mitarbeitern der Staatskanzlei war die DHL-Sendung verdächtig vorgekommen, weil sie keinen Absender trug. Die Polizei stellte das Paket sicher.

Nach Angaben von Ramelow hatte die Polizei zunächst von einer möglichen Wurfgranate in der Sendung gesprochen. Bei der Öffnung durch Spezialisten der Polizei entpuppte sich der Inhalt laut Staatsanwaltschaft jedoch als zusammengerollte Kataloge.

Paketbombe wurde in Berlin aufgegeben

Am Sonntag hatte die Polizei Hinweise auf die Person erbeten, die am Donnerstagmorgen die Paketbombe in eine Potsdamer Packstation gelegt hatte. Die bereits Anfang November verschickte erste Paketbombe des oder der Täter war nach Ermittlungen der Polizei in Berlin aufgegeben worden.

Der Absender der Bomben hatte seine Forderung mit Hilfe eines sogenannten QR-Codes gestellt, der der Potsdamer Paketbombe beilag. Ein ähnliches Schreiben in Frankfurt (Oder) könnte bei dem Feuer verbrannt sein. Die Polizei geht wegen der Abgabeorte und der Adressen davon aus, dass der Täter aus dem Raum Berlin-Brandenburg stammen könnte.

Grundsätzlich ermittelt die Polizei aber weiter in alle Richtungen.

Foto: dpa

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