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Bahnhalt Haueneberstein: Graffitikünstler zu teuer
Bahnhalt Haueneberstein: Graffitikünstler zu teuer
08.12.2017 - 17:33 Uhr
Baden-Baden (fk) - Lange hatten die Hauenebersteiner mit der Deutschen Bahn gerungen, ehe vor fast genau einem Jahr die Genehmigung endlich in trockenen Tüchern war: Ja, professionelle Graffitikünstler dürfen die Lärmschutzwände des Bahnhalts kunstvoll verzieren und so möglicherweise verhindern, dass illegale Sprüher ihre oft obszönen Werke aufbringen - ein jahrelanges Ärgernis in der Eberbachgemeinde. Doch das "Möglicherweise" ist der Hauenebersteiner Ortsverwaltung und auch dem Baden-Badener Rathaus nun doch zu teuer.

"Wir hätten eine fünfstellige Summe für die Profikünstler investieren müssen. Und das ohne eine Garantie zu haben, dass nicht doch irgendwelche Schmierer ein paar Tage später einfach wieder drübersprühen - Das rechnet sich angesichts des Risikos einfach nicht", gibt Hauenebersteins Ortsvorsteher Hans-Dieter Boos auf Anfrage des Badischen Tagblatts das Ergebnis von Beratungsgesprächen mit der Baden-Badener Stadtspitze wieder.

Hans-Dieter Boos brachte stattdessen gegenüber der Bahn die flächendeckende Anpflanzung von wildem Wein ins Gespräch - ohnehin wuchert er schon über Teile der Lärmschutzmauer: Doch das will das Eisenbahnunternehmen nicht. Stünden Wartungsarbeiten an, müssten die Gewächse jedes Mal wieder entfernt werden.

"Die Lärmschutzwände aus Beton bleiben jetzt deshalb so, wie sie sind", stellt Boos fest. Doch einen kleinen Lichtblick hat er dann doch noch in der Hinterhand. Zumindest die Wände des Wartehäuschens am Bahnsteig in Fahrtrichtung Karlsruhe sollen in den nächsten Wochen von der Bahn abgebaut und in die Vincenti-Schule transportiert werden. Die dortige Kinder-Kunstbegegnungsstätte wird sie in einer der kommenden Schulferien verzieren. "Wir hoffen, dass das wenigstens die Schmierer von dem Wartehäuschen fernhält", sagt Boos abschließend.

Foto: av/fk

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