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Terrorverdächtiger muss in U-Haft
21.12.2017 - 14:21 Uhr

Karlsruhe (lsw) - Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat den in Karlsruhe festgenommenen Terrorverdächtigen am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen. Der Mann soll einen Anschlag in Karlsruhe geplant und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt haben. Spezialkräfte der Polizei hatten den 29-Jährigen am Mittwochnachmittag in Karlsruhe festgenommen. Dasbar W. sei dringend verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben, teilte der Generalbundesanwalt mit.

Ermittler hatten am Mittwoch in der Wohnung des Terrorverdächtigen nach Hinweisen gesucht. Nach Angaben des Landeskriminalamts waren 70 Einsatzkräfte beteiligt. Zuvor war er bereits über einen längeren Zeitraum gezielt und umfangreich observiert worden.
Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler habe er erwogen, mit einem Fahrzeug einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz zu begehen. Ab Ende August 2017 habe er die Örtlichkeiten ausgekundschaftet. Seit September habe er sich vergeblich bei verschiedenen Paketdiensten um eine Anstellung als Fahrer beworben.

29-Jähriger soll IS-Propaganda-Videos verbreitet haben
Zudem wird ihm vorgeworfen, IS-Propaganda-Videos erstellt zu haben und diese auf mehreren Internetplattformen verbreitet zu haben. In einer Chatgruppe hat er nach Angaben des Generalbundesanwalts andere "im Sinne der Ideologie der Terrororganisation" motiviert. In den Jahren 2015 und 2016 soll der Mann in den Irak gereist sein. Dort habe er sich dem IS angeschlossen und sei an Schusswaffen ausgebildet worden. Er habe für die Miliz in der irakischen Stadt Erbil mögliche Anschlagsziele ausgespäht.

Kein Zusammenhang mit Eisbahn-Sperrung Anfang Dezember

Der geplante Anschlag hat nach Informationen der dpa nichts mit der Sperrung der Eisbahn Anfang Dezember zu tun. Damals hatte sich demnach eine Frau beider Polizei gemeldet und von einer Äußerung erzählt, die sie gehört hatte. Es sei bei der Bemerkung um die künstliche Eisfläche gegangen. Der geplante Anschlag hat nach Informationen der dpa nichts mit der Sperrung der Eisbahn Anfang Dezember zu tun. Damals hatte sich demnach eine Frau beider Polizei gemeldet und von einer Äußerung erzählt, die sie gehört hatte. Es sei bei der Bemerkung um die künstliche Eisfläche gegangen.


Fotos: dpa

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