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Merkel ruft zu mehr Zusammenhalt auf
Merkel ruft zu mehr Zusammenhalt auf
31.12.2017 - 08:36 Uhr
Berlin (dpa) - Nach einem Jahr heftiger politischer Streitereien hat Kanzlerin Angela Merkel zu mehr Zusammenhalt und Respekt in der Gesellschaft aufgerufen.

Darüber hinaus versprach die CDU-Chefin in ihrer vorab verbreiteten Neujahrsansprache, die am Sonntag ausgestrahlt werden soll, sich für ein rasches Ende der Hängepartie bei der Regierungsbildung einzusetzen. "Denn die Welt wartet nicht auf uns", sagte Merkel. Die Politiker hätten den Auftrag, sich um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und die Bedürfnisse aller Bürger im Auge zu haben. "Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet - auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden."

Drängen auf Regierungsbildung

Am 7. Januar beginnen die Sondierungen von Union und SPD. Mögliche Ergebnisse sind eine große Koalition oder einer Minderheitsregierung unter Merkel. Spätestens Anfang April muss aus Sicht von CSU-Chef Horst Seehofer die Bildung der neuen Bundesregierung beendet sein. "Ostern ist der allerspäteste Zeitpunkt", sagte der 68-Jährige. Bei einem Scheitern der Gespräche könnte es auch zu einer Neuwahl kommen. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) drängt zu einer zügigen Koalitionsbildung. "Lieber früher als später, das ist klar", sagte er dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Mehr Achtung vor dem anderen

In ihrer Ansprache forderte Merkel die Menschen in Deutschland auf, sich wieder stärker bewusst zu werden, "was uns im Innersten zusammenhält". Das Gemeinsame müsse wieder deutlicher in den Vordergrund gestellt werden. Man müsse sich bemühen, wieder mehr Achtung vor dem anderen zu haben, "und zwar Achtung im umfassenden Sinne - aufmerksam sein, wirklich zuhören, Verständnis aufbringen -, das sind meine Wünsche für das neue Jahr."

Die seit Monaten nur noch geschäftsführende Kanzlerin hatte sich über Weihnachten ein paar Tage zurückgezogen. Kurz vor dem Jahreswechsel kehrte sie nach Berlin zurück, um ihre traditionelle Ansprache aufzuzeichnen. Es ist bereits Merkels 13. Rede zum Jahresende - aber ihre erste ohne richtige Regierung.

Sorgen über Zusammenhalt der Gesellschaft

Merkel sagte, viele machten sich Sorgen über den Zusammenhalt in Deutschland. "Schon lange gab es darüber nicht mehr so unterschiedliche Meinungen. Manche sprechen gar von einem Riss, der durch unsere Gesellschaft geht." Erfolg und Zuversicht seien ebenso Realitäten in Deutschland wie Ängste und Zweifel. "Für mich ist beides Ansporn", sagte Merkel.

Starker Staat soll Regeln des Zusammenlebens verteidigen

Nun müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, dass es Deutschland auch in zehn, fünfzehn Jahren gut gehe. Merkel nannte die Sicherung von Arbeitsplätzen, die Schaffung neuer Jobs und die Digitalisierung, aber auch die finanzielle Entlastung von Familien, gute Pflege und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land. "Und wir werden noch mehr in einen starken Staat investieren müssen, der die Regeln unseres Zusammenlebens verteidigt und für Ihre Sicherheit - für unser aller Sicherheit - sorgt."

Um Zusammenhalt gehe es auch in Europa. Die Europäer müssten ihre "Werte solidarisch und selbstbewusst nach innen wie nach außen vertreten", sagte Merkel. "Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam dafür arbeiten, dass das gelingt, und so dazu beitragen, Europa für die Zukunft fit zu machen."

Foto: dpa

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Von Brack,Rudolf am Sonntag, 31.12.2017 um 14:51 Uhr
Merkel ruft zu mehr Zusammenhalt auf
Von ganzem Herzen ein Alternatives Gesundes Neues Jahr!
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