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Onlinebetrug im großen Stil: Drei Tatverdächtige in U-Haft
Onlinebetrug im großen Stil: Drei Tatverdächtige in U-Haft
19.01.2018 - 11:55 Uhr

Gaggenau/Offenburg (red) - Ein Mann aus Gaggenau und drei weitere Tatverdächtige sollen über Internetshops Kunden um rund 300.000 Euro geprellt haben. Drei der mutmaßlichen Onlinebetrüger sitzen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Offenburg am Freitag mitteilten. Zudem wurden rund 40 Bitcoins sichergestellt.

Über professionell gestaltete Internetauftritte haben die Tatverdächtigen im Alter von 20 bis 34 Jahren Kunden dazu gebracht, im Voraus für Waren zu bezahlen, die sie dann jedoch nie erhielten. Dem Beschuldigten aus Gaggenau wird zudem vorgeworfen, mittels eines Onlineportals nicht existierende Ferienunterkünfte vermietet zu haben und so Kunden um rund 346.000 Euro gebracht zu haben. Zudem wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, Geldwäsche betrieben zu haben, indem er seine Bankkonten den drei weiteren Beschuldigten aus dem Raum Essen, aus dem Raum Duisburg und aus den Niederlanden für die Überweisung der mutmaßlich betrügerisch erworbenen Gelder zur Verfügung stellte.

Ursprung in Rastatt

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wurden die Ermittlungen in Rastatt ausgelöst. Hier hatte sich der Gaggenauer online bestellte Waren an verschiedene Briefkästen liefern lassen, die Ware jedoch nie bezahlt. Der Polizei gelang es schließlich, den Mann zu identifizieren. Über seine Kontoverbindungen sind die Ermittler dann auf die drei weiteren Beschuldigten gestoßen.

Zunächst alle vier Verdächtigen in U-Haft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim wurde gegen die vier Männer im September 2017 jeweils Haftbefehl erlassen. Zwei Beschuldigte befinden sich seit Ende September 2017 in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen einen weiteren sich seit Ende September 2017 zunächst in Untersuchungshaft befindlichen Tatverdächtigen wurde Anfang Januar 2018 gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der vierte wurde nach der Ausstellung eines Europäischen Haftbefehls Ende November 2017 in Spanien verhaftet und befindet sich seit Anfang Dezember vergangenen Jahres in Untersuchungshaft.

400.000 Euro sichergestellt

Im Rahmen der Ermittlungen wurden neben Bargeld auch rund 40 Bitcoins mittels Sicherstellung eines sogenannten Bitcoin-Trezors durch Beamte der Kriminalpolizei Offenburg beschlagnahmt, da die von den Beschuldigten eingenommenen Gelder zum Teil in der Kryptowährung Bitcoin angelegt worden waren. Die beschlagnahmte Kryptowährung wurde mittlerweile in Euro umgewandelt. Insgesamt konnten Vermögenswerte von über 400.000 Euro sichergestellt werden. Der Sprecher der Polizei verdeutlichte in diesem Zusammenhang, dass auch die vermeintlich als sicher geltende Digitalwährung stets eine Spur hinterlässt, die sich verfolgen lässt.

Symbolfoto: dpa

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