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IG Metall beginnt Tages-Warnstreiks
IG Metall beginnt Tages-Warnstreiks
30.01.2018 - 17:21 Uhr
Stuttgart (lsw) - Die Metaller machen Ernst: Die Welle der 24-stündigen Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie erfasst nun auch Baden-Württemberg. Der erste Ausstand war bei manchen Betrieben bereits für die Nachtschicht am späten Dienstagabend geplant. Bis Freitag sollen im Land rund 70 Unternehmen betroffen sein, bundesweit sind es insgesamt 250 Betriebe.

Begleitet werden die Ausstände vielerorts mit Kundgebungen. In Esslingen spricht am Mittwochmittag der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann.

Der Kettensägen-Produzent Stihl, der Kabel-Spezialist Lapp, der Waagenhersteller Bizerba, der Druckmaschinenbauer Heidelberger - das sind nur einige namhafte Unternehmen, bei denen im Laufe des Mittwochs 24-stündige Warnstreiks beginnen.

Streik bei Daimler für Freitag geplant

Mittwochabend ist dann auch erstmals Zulieferer Bosch dran: In Stuttgart-Feuerbach beginnt der Warnstreik um 22 Uhr mit einer Kundgebung am Tor 1, bei der IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger sich an Beschäftigte wenden will. Ausstände bei den Autobauern Porsche und Daimler sind erst für Freitag geplant.

"Die Arbeitgeber haben am Verhandlungstisch keine ausreichende Bewegung gezeigt, jetzt bewegen wir sie mit ganztägigen Warnstreiks", sagte Zitzelsberger vor Beginn der neuerlichen Warnstreiks. Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern am Wochenende hatte die IG Metall die 24-stündigen Ausstände für diese Woche beschlossen. Es ist das erste Mal, dass die Gewerkschaft dieses Druckmittel einsetzt. Neben den mehrstündigen Warnstreiks ist es ein weiteres Instrument, bevor es in einem Tarifkonflikt zur Urabstimmung und zum Flächenstreik kommt.

Klage als letztes Mittel

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall und auch der Bundesverband Gesamtmetall haben bisher noch keine Klage gegen die eintägigen Warnstreiks eingereicht, wie ursprünglich angekündigt. "Wir halten daran fest: Die rechtliche Auseinandersetzung ist Ultima Ratio", sagte Südwestmetall-Sprecher Volker Steinmeier. Da die Warnstreiks erst am Mittwoch richtig beginnen, wolle man abwarten.

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Arbeitgeber und Arbeitnehmer hatten sich bis zur fünften Verhandlungsrunde am Wochenende nicht auf einen gemeinsamen Tarifabschluss verständigen können. Die Tarifparteien geben sich jeweils gegenseitig die Schuld daran, nicht ausreichend zu Kompromissen bereit gewesen zu sein. Offen ist, ob am kommenden Wochenende erneut ein Versuch gestartet wird.

Foto: dpa

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