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Weniger tödliche Badeunfälle 2017
Weniger tödliche Badeunfälle 2017
27.02.2018 - 19:24 Uhr
Berlin/Stuttgart (dpa) - Für die Rettungsschwimmer hatte der verregnete Sommer auch etwas Positives: Die Zahl der tödlichen Badeunfälle ist 2017 um etwa ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Trotz weniger strandtauglicher Tage ertranken in Deutschland aber noch mindestens 404 Menschen, die meisten von ihnen in Flüssen, Seen und Teichen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sieht keinen Grund zur Entwarnung.

Handlungsbedarf gebe es vor allem in den Kommunen, sagte DLRG-Präsident Achim Haag am Dienstag in Berlin. "Jeder zweite Grundschulabsolvent ist kein sicherer Schwimmer mehr", beklagte er. Wegen knapper Kassen werden zunehmend städtische Bäder geschlossen. "Die Entwicklung ist alarmierend", sagte Haag. "20 bis 25 Prozent aller Grundschulen bieten keinen Schwimmunterricht mehr an, weil ihnen kein Bad zur Verfügung steht." Vereine hätten teils Wartelisten von ein bis zwei Jahren für einen Schwimmkurs. Im Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen CDU/CSU und SPD werde mit keinem Wort die Verbesserung der Bädersituation angesprochen, kritisierte der DLRG-Chef.

38 Badetote in Baden-Württemberg

Auch im Südwesten sind 2017 deutlich weniger Menschen ertrunken als im Jahr zuvor. Insgesamt kamen in Baden-Württembergs Gewässern 38 Menschen bei Bade- und anderen Unfällen ums Leben, 2016 waren es noch 54. Mehr als drei Viertel der Opfer verloren deutschlandweit ihr Leben in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen. Unbewachte Binnengewässer seien "nach wie vor die Gefahrenquelle Nummer eins", sagte DLRG-Präsident Achim Haag. Im Südwesten kamen 36 Menschen in solchen Binnengewässern ums Leben. Zwei Männer starben bei Badeunfällen in Schwimmbädern - einer im Februar in der Aquarena in Heidenheim und einer im Freibad Wiesensee in Hemsbach (Rhein-Neckar-Kreis).

Wie in den Vorjahren ertranken die meisten Menschen in Bayern (86). Baden-Württemberg folgt nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 55 Badetoten. 5 der 38 im Südwesten Ertrunkenen waren Frauen. Kinder waren hier nicht unter den Opfern. Bundesweit kamen fünf Kinder im Grundschul- und neun im Vorschulalter im Wasser ums Leben.

Foto: dpa

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