Keine Ermittlungen mehr wegen Stecknadeln in Lebensmitteln
Keine Ermittlungen mehr wegen Stecknadeln in Lebensmitteln
28.03.2018 - 16:08 Uhr
Offenburg (lsw) - Nach großer Aufregung um Stecknadeln in Lebensmitteln hat die Staatsanwaltschaft Offenburg nun ihre Ermittlungen eingestellt. Ein Schuldiger habe nicht ausfindig gemacht werden können, sagte eine Behördensprecherin am Mittwoch.

Um die Fälle aufzuklären, waren sogar Wohnungen durchsucht worden - Beweise fanden die Ermittler nirgends. Kunden verschiedener Supermärkte und Bäckereien hatten die spitzen Gegenstände zwischen Dezember 2017 und Januar 2018 wiederholt in Esswaren entdeckt.

Unter anderem wurden Nadeln in einem abgepackten Wurst-Snack sowie in Kuchen, Toast oder auch einem Bagel gefunden. Betroffen waren Geschäfte in Offenburg, Kehl, Schutterwald, Appenweier und Gengenbach. Zuletzt hatte aber auch ein Fall in Pforzheim von sich reden gemacht, als ein 69-Jähriger eine Nadel in einer zuvor angerührten Süßspeise fand. Verletzt wurde niemand.

Öffentliche Berichterstattung wegen Angst vor Trittbrettfahrern eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hatte "wegen des Vorwurfs der gemeingefährlichen Vergiftung und wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung" ermittelt. Wegen der großen Aufmerksamkeit für die Stecknadelfunde habe die Behörde zuletzt nicht mehr alle Fälle öffentlich gemacht - aus Angst vor Trittbrettfahrern, wie die Sprecherin weiter sagte.

Mehrfach waren Nadeln in Lebensmitteln aus ein und demselben Supermarkt gefunden worden. Später verteilten sich die Funde aber auch auf Geschäfte in anderen Städten. "Wir wissen nicht, ob das immer der gleiche Täter oder ob es mehrere Täter waren", erklärte die Sprecherin.

Keine heiße Spur

Im Verdacht standen zwischenzeitlich sechs Personen; darunter jemand, der zuvor Hausverbot bei einem der betroffenen Märkte erhalten hatte. Auch hatten die Ermittler einen Kunden im Visier gehabt, der sich in einem der Geschäfte auffällig verhalten hatte. "Es war aber jeweils nur ein vager Verdacht", sagte die Sprecherin. "Eine heiße Spur hatten wir nie."

Symbolfoto: dpa

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