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Auto in Menschenmenge gefahren
07.04.2018 - 16:59 Uhr
Münster (dpa) - In Münster sind am Samstag mindestens zwei Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge raste. Die Polizei in Münster spricht von etwa 20 Verletzten, sechs von ihnen sind schwer verletzt. Der Täter habe sich nach der Tat selbst getötet, teilte die Polizei mit. Der Hintergrund des Vorfalls blieb zunächst unklar.


Die Ermittler gehen nach ersten Ermittlungen nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Bei dem Mann am Steuer des Kleintransporters handelt es sich nach dpa-Informationen möglicherweise um einem psychisch labilen Einzeltäter. Es gebe zudem Hinweise darauf, dass es sich um einen Deutschen handelt. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" wurde die Wohnung des mutmaßlichen Täters am Abend nach Sprengstoff durchsucht. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.
Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" ist der Mann Jahrgang 1969 und Deutscher ohne Migrationshintergrund. Er soll in der Vergangenheit psychisch auffällig gewesen sein, Hinweise auf Islamismus gebe es nicht. Auch dies wurde zunächst nicht offiziell bestätigt.

Von den rund 20 Verletzten seien sechs schwer verwundet, einige von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die genaue Zahl der lebensgefährlich verletzten Passanten gab die Polizei nicht bekannt. Ihr Zustand habe sich in der Nacht aber nicht verändert, teilten die Ermittler am Sonntagmorgen mit. Bei den beiden Toten handelt es sich laut Polizei um eine 51-jährige Frau aus dem Kreis Lüneburg sowie einen 65-jährigen Mann aus dem Kreis Borken.

Die Einsatzkräfte untersuchten einen verdächtigen Gegenstand im Auto und prüften, ob er möglicherweise Sprengstoff enthielt. Unklar war nach der Tat zunächst, ob der Mann alleine handelte oder ob ihm geholfen wurde. Laut Polizei gab es Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet seien könnten. Das sei aber nicht sicher und müsse nun verifiziert werden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Beamten riefen die Bevölkerung am Nachmittag zu besonnenem Handeln auf. Es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl. "Bitte den meiden. Wir sind vor Ort." Wenig später ergänzte sie: "Bitte auch den weiträumigen Innenstadtbereich verlassen, damit die Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können." Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster mit ihren vielen schmalen Gassen. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien. 

Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier haben sich nach dem blutigen Zwischenfall in Münster bestürzt gezeigt. "Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern und den Angehörigen. Mein tiefes Mitgefühl gilt allen, die einen geliebten Menschen verloren haben und in tiefer Sorge sind", teilte Steinmeier mit. "Wir müssen von einer schweren Gewalttat ausgehen." Er dankte allen Ordnungs- und Rettungskräften im Einsatz. Merkel erklärte, es werde alles Denkbare zur Aufklärung der Tat und zur Unterstützung der Opfer und ihrer Angehörigen getan. "Allen Einsatzkräften vor Ort gilt mein Dank." Sie stehe in ständigem Austausch mit Bundesinnenminister Horst Seehofer, Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften vor Ort. "Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären", schrieb sie.

Fotos: dpa

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