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Verletzte bei Polizeieinsatz in Ellwangen
Polizeieinsatz in Ellwangen
03.05.2018 - 12:07 Uhr

Ellwangen (dpa) - Bei einem Großeinsatz der Polizei nach einer gescheiterten Abschiebung eines Asylbewerbers in Ellwangen sind am Donnerstag mehrere Menschen verletzt worden. Mehrere Flüchtlinge sollen aus den Fenstern der Flüchtlingsunterkunft gesprungen sein. Dabei hätten einige von ihnen Blessuren erlitten. Auch drei Polizeibeamte seien leicht verletzt worden, konnten ihren Dienst aber fortsetzen.

Der 23-jährige Togolese, der beim ersten Einsatz abgeschoben werden sollte, wurde bei der Großrazzia gefunden. Er und andere 17 Bewohner, die in der Vergangenheit wiederholt als Unruhestifter aufgefallen seien, sollen in andere Landeserstaufnahmeeinrichtungen verlegt werden. "Solche Maßnahmen zur Trennung von Unruhestiftern haben bereits in der Vergangenheit zum Erfolg der Befriedung in der Landeserstaufnahmeeinrichtung geführt", teilte die Polizei mit. Der 23-Jährige aus Togo soll nach dem Dublin-Abkommen nach Italien rückgegeführt werden. 

Bei der Aktion am Montag war der Togolese laut Polizeiangaben vom Donnerstag in seinem Zimmer festgesetzt worden. "Die Person wurde in dem Zimmer ganz normal angetroffen und konnte dementsprechend auch in Gewahrsam genommen werden", sagte Polizeivizepräsident Bernhard Weber am Donnerstag in Ellwangen. "Der Mann hat sich nicht gewehrt, aber die Zeit verzögert, irgendwelche Dinge erledigt. Wir haben ihm das zugestanden", sagte er.  Während des Zugriffs hätten sich "Bewohner an strategischen Plätzen postiert", viele hätten telefoniert. "Im Nachhinein müssen wir davon ausgehen, dass die Leute Informationen weitergaben, so dass sich in kürzester Zeit Menschen versammelten, die die Polizei hinderten, die Aktion durchzuführen. Das war organisiert", meinte Weber.  Rund 150 Asylbewerber nötigten die Polizei am Montag schließlich, den Mann freizugeben. Die Beamten mussten die Aktion abbrechen. 

Beobachter vor Ort sprachen am Donnerstag von einem großen Polizeiaufgebot rund um das frühere Bundeswehrgelände. Die Beamten rückten demnach mit mehreren Dutzend Mannschaftsbussen an. Die Straßen waren weiträumig abgesperrt. Außerdem hielt sich die Polizei mit weiteren Kräften in Bereitschaft. Zu sehen waren Beamte in Schutzkleidung. Sanitäter und Notärzte waren ebenfalls vor Ort.

Als Reaktion auf die Krawalle forderte der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster ein härteres Durchgreifen der Sicherheitsbehörden. "In unserem Rechtsstaat gibt es eindeutige rote Linien, die mittlerweile beinahe täglich von Asylbewerbern vorsätzlich überschritten werden", sagte Schuster "Focus Online".

Foto: dpa

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