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Rettungsdienst nimmt Notruf nicht ernst - Frau stirbt
Rettungsdienst nimmt Notruf nicht ernst - Frau stirbt
09.05.2018 - 14:40 Uhr
Straßburg (dpa) - Der Tod einer 22-jährigen Elsässerin hat in Frankreich Bestürzen ausgelöst. Wie die Lokalzeitung "L'Alsace" berichtete, hatte die Frau zuvor den Notruf gewählt, wurde aber vom Rettungsdienst nicht ernst genommen. Kurze Zeit später starb sie an einem multiplen Organversagen.

Die junge Frau aus Straßburg hatte im Dezember mit starken Schmerzen und Blutungen den Notruf gewählt, so die Lokalzeitung "L'Alsace". Die Frau am anderen Ende der Leitung reagierte jedoch mit Häme auf den Anruf und wimmelte die Notleidende ab. Das geht aus einem Mitschnitt des Telefonats hervor, den nun mehrere Medien veröffentlichten. Einige Stunden später starb die 22-jährige Studentin.

In der Aufnahme ist zu hören, wie die Studentin zu der Mitarbeiterin des Rettungsdienstes sagte: "Madame, helfen Sie mir." Diese entgegnete: "Wenn Sie mir nicht sagen, was los ist, lege ich auf." Darauf antwortete die Hilfesuchende: "Ich habe starke Schmerzen, ich werde sterben." Die Rettungsdienstmitarbeiterin erwiderte: "Ja, Sie werden sterben, eines Tages, wie jeder andere auch." Wiederholt empfahl sie der jungen Frau, den Ärztedienst "SOS Médecins" anzurufen.

Hätte ihr Tod verhindert werden können?

Dem Sender "France Bleu Alsace" zufolge wartete die junge Frau im Anschluss mehrere Stunden auf Hilfe, um schließlich doch vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht zu werden. Dort starb sie der Tageszeitung "Le Monde" zufolge an multiplem Organversagen. Laut dem Autopsiebericht, der der Zeitung vorliegt, ist noch unklar, ob ihr Tod bei früherer Hilfe hätte verhindert werden können.

Der Fall wurde erst Monate später bekannt, nachdem die Familie der Toten sich an Lokalmedien gewandt hatte.

Die Familie der jungen Frau reichte außerdem Klage ein. Gesundheitsministerin Buzyn kündigte die Aufarbeitung der "schweren Missstände" an. "Ich werde dafür sorgen, dass die Familie alle Informationen bekommt", schrieb sie auf Twitter. Die Uniklinik Straßburg, in der die junge Frau starb, kündigte ebenfalls eine Aufklärung des Falls an.

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