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Warnstreiks beim Roten Kreuz
Warnstreiks beim Roten Kreuz
13.05.2018 - 10:19 Uhr
Stuttgart (lsw) - Sondereinsatz für die Beschäftigten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Südwesten: Für diesen Montag und Dienstag ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu Warnstreiks und Kundgebungen auf - unter anderem auch in Bühl.

In den ersten beiden Verhandlungsrunden hatten Verdi und die Arbeitgeber der bundesweit rund 150.000 DRK-Mitarbeiter keine Einigung erzielt. Die nächsten Verhandlungen finden am 16. und 17. Mai in Berlin statt. "Bis dahin werden wir den Druck erhöhen", sagt Verdi-Verhandlungsführer Frank Hutmacher.

8.700 Hauptamtliche

In Baden-Württemberg sind bei den 34 Kreisverbänden und der Landesgeschäftsstelle des DRK rund 8.700 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt, die meisten davon im Rettungsdienst und in der Pflege, heißt es bei Verdi. "Die Beschäftigten erbringen öffentliche Dienstleistungen. Deshalb soll die Bezahlung dem Standard des öffentlichen Dienstes entsprechen", sagt Christina Ernst, in Stuttgart Verdi-Gewerkschaftssekretärin für das Gesundheitswesen.

Tarifparteien weit auseinander

Die Gewerkschaft fordert von der Arbeitgeberseite 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro, sowie 150 Euro für Auszubildende. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Die Bundestarifgemeinschaft (BTG) hatte Mitte April eine Einmalzahlung sowie eine Laufzeit von 27 Monaten vorgeschlagen, bei der die Gehälter dieses Jahr um 2,4 und dann nächstes Jahr noch mal um 2,2 Prozent steigen sollen.

Dieses Angebot sei "nicht verhandlungsfähig", heißt es bei Verdi. Aktionen von DRK-Mitarbeitern werde es deshalb an diesem Montag und Dienstag unter anderem in Stuttgart, Nürtingen, Bühl, Calw, Wangen und Freiburg geben. Am Dienstag sind in Mannheim eine Demonstration und Kundgebung geplant.

Symbolfoto: av

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Von Aleksandr Banachewitsch am Sonntag, 13.05.2018 um 21:18 Uhr
Warnstreiks beim Roten Kreuz
Guten Abend Herr Wilhelm Hoeh,
gerne würde ich ihrem vorhergehenden Beitrag einfach nur überlesen können.
Doch kann ich leider nicht, die von Ihnen getätigten Aussagen kommentarlos hinnehmen.- Alleine aus Respekt den Mitarbeitern des Rettungsdienstes gegenüber und meiner bürgerlichen Verantwortung:
Teilweise sind ihre Aussagen leider nicht nur geschmacklos sondern geben dem Bürger eine völlig falsche, nicht haltbare Sicht auf das Wesen des Rettungsdienstes.
Ich halte mich kurz. Bitte bedenken Sie, dass die Finanzierung der einzelnen Rettungsdienstbereiche durch jährliche Diskussionen in Gremien "festgelegt" wird. Ein sozialdemokratisches Grundverständnis können sie hierfür ablegen. Bei der Finanzierung spielen die zu versorgenden Bürger, noch die Mitarbeiter eine wesentliche Komponente:
Es geht hier lediglich um Einsparungen am Material, Vorhaltungen von Rettungsfahrzeugen und wichtigen anderen Dingen durch den Kostenträger des Rettungsdienstes. Der Kostenträger ist im Rettungsdienst die Krankenkasse.
Dementsprechend hat die Krankenkasse selbstverständlich ein klares Interesse "wirtschaftlich/ kostendeckend" und natürlich ganz im Interesse des Patienten ihre Preisdiskussionen im Rettungsdienst zu führen.- Dies gilt übrigens in allen medizinischen Einrichtungen, mit wenigen Ausnahmen.
Und nun kommen Sie, und erklären der Bevölkerung von Baden- Baden, dass diese "froh sein können", dass die Feuerwehr sich " professionell und hoch motiviert in die präklinische Notfallversorgung einbringt"?
Selbstverständlich macht die Feuerwehr Baden- Baden eine gute Arbeit in der Versorgung der Bevölkerung.- Einige Kollegen kennen mich, und wissen dass ich Ihre Arbeit sehr schätze. Aber nun zu Ihnen:
Falls Sie gerade wirklich die Problematik im Rettungsdienst dazu nutzen, um dem Bürger Angst einzutreiben und die Feuerwehr als Retter in Not darzustellen, dann sind Ihre Aussagen einfach nur pietätlos, dilettantisch und uninformiert.
In einfachen Worten: Für die präklinische und klinische Versorgung eines Patienten ist der momentane Geldgeber nicht wie bei der Feuerwehr die Kommune (Stadt), sondern die Krankenkassen unseres solidarischen Versorgungssystems.
Was sie gerade versuchen ist auf eine höchst unprofessionelle Art vom eigentlichen Geschehen abzulenken. Im internationalen Vergleich schneidet unser Gesundheitssystem nur enttäuschend in den Behandlungserfolgen ab. Eine wesentliche Rolle wird der ungerechten und nicht ausreichenden Finanzierung zugesprochen.
Soll nun auch hier die Feuerwehr unter die Arme greifen? Eventuell könnte die Feuerwehr Ihr Engagement ausweiten und den behandelnden Ärzten und Pflegern auf den völlig überbelegten Intensivstationen aushelfen? Dann muss auch die Bevölkerung keine Angst mehr haben, und kann sich in den "wohlfühlmodus" zurückbegeben: "Gut dass wir die Feuerwehr haben, die machen das schon."
Die Feuerwehr hat ganz klar Ihren Aufgabenbereich und sollte hierzu auch genutzt werden. Niemand würde erwarten, dass der Rettungsdienst ganz selbstverständlich auch zum Feuerlöschen "aushilft", damit die Bevölkerung sich glücklich schätzt. Dass die Feuerwehr selbstverständlich gute Arbeit leistet ist indiskutabel und hoch anzurechnen.
Was Ihre Expertise zur Arbeit und Professionalität der Rettungsdienstmitarbeiter in Mittelbaden angeht, so kann ich aus Respekt Ihnen gegenüber nur sagen, dass sich bitte mit jeglichen kenntnisarmen Meinungen zurückhalten sollten da diese zu einem völlig verfremdeten Bild führen.
Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Mittelbaden arbeiten höchstprofessionell und weit über ihr arbeitszeitliches Engagement hinaus, um trotz den momentanen Arbeitsbedingungen den Patienten auf höchstem Stand der medizinischen Erkenntnissen zu behandeln.
Ihre beschränkte Angstmacherei enttäuscht mich und macht die Arbeit und Versorgung der Patienten keineswegs besser.
Sehr geehrter Herr Wilhelm Hoeh, nichtsdestotrotz bitte ich Sie, dass Sie Ihr Engagement ausweiten und bei den zuständigen Krankenkassen Ihre Kritik üben. Aber wie sagt man schön: "Wenn man einen Sumpf trocken legen möchte, sollte man nicht unbedingt die Frösche fragen.- Auch wenn diese am lautesten quaken.
Ich hoffe, dass sich weitere Menschen an den Fragestellungen der medizinischen Versorgung unserer Bürger beteiligen, und diese kritisch betrachten werden. Ihnen alles Gute!
Aleksandr Banachewitsch

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Von Wilhelm Hoeh am Sonntag, 13.05.2018 um 17:00 Uhr
Warnstreiks beim Roten Kreuz
Es ist etwas Besonderes, wenn Bedienstete des DRK zum Streik aufgerufen werden.
Die Mitarbeiter dieser Organisation sind nicht als "streik- oder gar streitsüchtig" bekannt.
Wenn diese "Helfer" sich dann wirklich zum Streik entschließen, dann muß es wohl wirklich ein "Ding von Dringlichkeit" sein, das jene nicht mehr zu ertragen bereit sind. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es sich bei dem Ding der Dringlichkeit nicht immer nur um die Entlohnung der Dienste gehandelt hat, oft waren es andere "soziale Dysbalancen", die die Pfleger und Retter auf die Gassen getrieben haben. So kann man fragen, warum gerade beim DRK- Bühl, einem nur kleinen Verband, die Mitarbeiter streiken werden? Weiter muß man bedenken, dass bei einem Ausstand der Bühler Rettungskräfte nicht nur die eigene Stadt betroffen sein wird, sondern wohl auch die Stadt Baden-Baden! Das DRK Baden-Baden verfügt über keinen eigenen Rettungsdienst und Krankentransport, die Rettung in der Kurstadt wird vom DRK-Bühl und dem ASB-Khe verantwortet.
Der DRK-Rettungsdienst Bühl gilt seit vielen Jahren nicht gerade als Leuchtturm im Rettungswesen, was aber sicherlich nicht dem Betriebspersonal zugerechnet werden soll. Die Bürger Baden-Badens können froh sein, dass sich ihre Feuerwehr so professionell und hoch motiviert in die präklinische Notfallversorgung einbringt.
So steht zu hoffen, dass ein Streik der Bühler Rettungskräfte, wenn er denn sein muß, sich nicht negativ auf die Bevölkerung auswirken wird -das kann nicht im Sinne des Roten Kreuzes sein- und für Baden-Baden gilt es, im Notfall einmal mehr den Einsatzkräften der Feuerwehr zu vertrauen.

Anmerkung der Redaktion: Der Rettungsdienst ist nicht von den Streiks betroffen, die Notfallversorgung sichergestellt.


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Von Markus Krause am Sonntag, 13.05.2018 um 22:46 Uhr

AW: Warnstreiks beim Roten Kreuz
Warnstreiks beim Roten Kreuz

Zum Beitrag des Herrn Hoeh sollte man vielleicht noch das Folgende anmerken:

Die Beurteilung dessen, was als "Leuchtturm des Rettungsdienstes" gilt, sollte man sicher nicht Leuten überlassen, deren Kommentar offensichtlich jedes noch so rudimentäre Grundwissen vermissen lässt.

Mit Polemik trägt man bestenfalls zur Verunsicherung der Bevölkerung bei. Wenn Sie, Herr Hoeh, möchten, dass Ihre künftigen Beiträge ernst genommen werden sollen, empfehle ich Ihnen, sich zunächst gründlich über Strukturen und Finanzierungsgrundlagen zu informieren.

Natürlich kann man mit den öffentlichen Geldern aus dem Gemeindesäckel anders wirtschaften als mit den Mitteln, die im zuständigen Bereichsausschuss verhandelt werden. Deshalb sollten Sie vielleicht lieber doch mal ganz konkret bei Ihrer Krankenversicherung nachfragen, welcher Teil der von Ihnen entrichteten Beiträge eigentlich zur Finanzierung des Rettungsdienstes verwendet wird. Und dann bedarf es keiner intellektuellen Höchstleistung, um ein gewisses Missverhältnis festzustellen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie oder Ihre Angehörigen niemals in die Situation kommen mögen, auf medizinisch-fachliche Versorgung angewiesen zu sein. Man weiß ja nie, ob nicht gerade gestreikt wird.

Markus Krause, hauptberuflich im Rettungsdienst tätig seit 1990



         

Von Nicolas Scheumann am Sonntag, 13.05.2018 um 20:43 Uhr

AW: Warnstreiks beim Roten Kreuz
Warnstreiks beim Roten Kreuz

Sehr geehrter Wilhelm Hoeh,

bevor sie das nächste Mal einen Artikel kommentieren würde ich Ihnen Empfehlen sich vorher besser über die ganze Thematik zu Informieren. Ihr Kommentar ist völlig falsch und absolut lächerlich! Der Rettungsdienst im Bereich Mittelbaden und Baden Baden wird in keinster Weise bestreikt werden. Alle Rettungsmittel werden gemäß Bereichsplan rund um die Uhr zur Notfallrettung bereitstehen.

Stattdessen werden die Mitarbeiter in ihrer Freizeit kommen um an einem Warnstreik teilzunehmen!!! Verstehen sie das??? In der Freizeit!!!

Im Übrigen noch eine kleine Fußnote. Würde man die Mitarbeiter des Rettungsdienstes wie die hochprofessionelen Feuerwehrmänner verbeamten dann müssten diese auch nicht in Ihrer Freizeit streiken.

Mit Grüßen

Nicolas Scheumann

Mitarbeiter und Betriebsrat im Rettungsdienst








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