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Sexueller Missbrauch: Anklage gegen Schwimmlehrer erhoben
Sexueller Missbrauch: Anklage gegen Schwimmlehrer erhoben
24.05.2018 - 12:25 Uhr
Baden-Baden (red) - An 40 Mädchen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren soll sich ein freiberuflicher Schwimmlehrer vergangen haben. Teils soll der 33-Jährige den Missbrauch im Unterricht sogar mit einer Unterwasserkamera gefilmt haben. Die Baden-Badener Staatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungen gegen den Mann abgeschlossen und vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Baden-Baden Anklage erhoben.

Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, wird dem 33-Jährigen schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in sechs Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit Nötigung und in vier Fällen in Tateinheit mit Herstellung kinderpornografischer Schriften, sowie sexueller Missbrauch von Kindern in 195 Fällen, davon soll er in fünf Fällen zusätzlich kinderpornografische Schriften angefertigt haben, in einem Fall in Tateinheit mit Nötigung und in 15 Fällen kam es zusätzlich zu Körperverletzungen. Die Taten sollen in Gernsbach, Kuppenheim, Baden-Baden, Achern, Bad Herrenalb und Lörrach passiert sein. Drei der mutmaßlichen Opfer konnten laut Staatsanwaltschaft bislang nicht identifiziert werden.

Übergriffe zum Teil gefilmt

Im Falle eines Schuldspruchs droht dem Angeklagten neben einer langjährigen Freiheitsstrafe zudem eine Sicherungsverwahrung, die unter anderem von einem psychiatrischen Fachgutachten abhängt.

Wie berichtet, wird dem Angeklagten vorgeworfen, zwischen Oktober 2015 und September 2017 im Rahmen seiner freiberuflichen Tätigkeit als Schwimmlehrer für verschiedene Schwimmschulen in Baden-Württemberg minderjährige Mädchen sexuell missbraucht, die Taten teilweise auch auf Video aufgenommen und in Einzelfällen die Mädchen bedroht zu haben, um sie abzuhalten, ihre Erlebnisse Eltern oder anderen Personen zu offenbaren. Nachdem die Eltern von zwei Mädchen unabhängig voneinander im August 2017 die Kriminalpolizei in Rastatt informierten und Anzeige erstatteten, wurde gegen den bislang nicht geständigen Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern eingeleitet. Der Beschuldigte befindet sich seit dem September vergangen Jahres in Untersuchungshaft.

Foto: hli

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