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Nach Gasalarm ist Ursache weiter unklar
Nach Gasalarm ist Ursache weiter unklar
05.06.2018 - 09:05 Uhr
Muggensturm (hli) - Die Ursache für den Unfall am Sonntag bei der Firma Tensid-Chemie im Muggensturmer Industriegebiet, bei dem giftige Gase entstanden, ist noch unklar. Das haben die Polizei und der Geschäftsführer des Unternehmens, Rainer Peter, deutlich gemacht.

Das Labor sei derzeit dabei, zu eruieren, warum das Produkt, das es schon seit mindestens zehn Jahren auf dem Markt gibt, reagiert habe. Es handelte sich dabei um ein Desinfektionsmittel für Tanks und Leitungen von Brauereien und Molkereien. Tensid-Chemie mischt dieses Mittel am Muggensturmer Standort.

Das Produkt wurde bereits vor zweieinhalb Wochen produziert, sei abgefüllt worden und stand im Lager. Diese Woche hätte es exportiert werden sollen, betont Peter. Ein Rückstellungsmuster habe man sich bereits angesehen. Dieses sei in Ordnung gewesen. Muster werden nach der Produktion von jeder Charge gezogen.

Stundenlang waren die Feuerwehrkräfte am Sonntag im Einsatz, neutralisierten das Gefahrengut mit Wasser und entlüfteten den betroffenen Teil der Halle mit einem Großlüfter, erläutert der Muggensturmer Feuerwehrkommandant Patrick Völker. Die Halle wurde bereits am Sonntagnachmittag freigegeben, die Arbeit für die rund 55 bis 60 Mitarbeiter am Standort lief am Montag wieder.

Lob für Gelassenheit der Bevölkerung

Den Gesamtschaden kann Peter noch nicht beziffern. Insgesamt waren 14 Fässer und nur ein Teil der Halle betroffen. Wichtig ist ihm, eines klarzustellen: "Zu keiner Zeit war die Bevölkerung gefährdet." Außerhalb der Halle wurde keine Schadstoffbelastung gemessen. Fässer wurden von der Feuerwehr nicht aus der Halle gebracht, widerspricht Peter ursprünglichen Informationen.

Bürgermeister Dietmar Späth zeigte sich dankbar, dass die Bevölkerung so gelassen blieb. Laut Polizei waren 14 Wohnhäuser in der Nähe der Firma betroffen. Bereits morgens hatte die Gemeinde darüber hinaus entschieden, den Badesee vorerst nicht zu öffnen. Diese Info hatte sich schnell verbreitet, so dass weniger Gäste als befürchtet umsonst nach Muggensturm kamen. Auch der Karlsruher Verkehrsverbund wurde informiert, die Stadtbahnen hielten zeitweise nicht mehr im Ort.

Archivfoto: F. Vetter

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