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Reisende sitzen am Baden-Airport fest
Reisende sitzen am Baden-Airport fest
11.06.2018 - 08:42 Uhr
Söllingen/Stuttgart (lsw/red) - Schwere Unwetter mit Starkregen haben in Teilen Baden-Württembergs abermals Schäden verursacht. Am Baden-Airport fielen vier Flüge aus. 560 Reisende saßen fest. Einige kamen in Hotels unter, für andere wurden Feldbetten aufgestellt.

Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (Baden-Airport) wurden 50 Feldbetten aufgestellt. "Es wurden dann aber nur 20 tatsächlich benötigt", wie Presseprecherin Elke Fleig am Montagmorgen auf BT-Anfrage erklärte. Die übrigen Gestrandeten seien in Hotels untergekommen oder wieder nach Hause gefahren. Betroffen waren die Flüge von Eurowings nach Berlin, Tuifly nach Gran Canaria, Swiss Air nach Belgrad und Ryanair nach Mallorca. Alle betroffenen Passagiere sind bereits heute weitergereist bzw. reisen im Laufe des Montags ab, wie Fleig betonte. 

Grund für die Flugausfälle war wohl ein ganzes Bündel an Faktoren: Zum einen seien die Flüge aus dem Süden ohnehin verspätet gewesen, da in Frankreich die Flutlotsen streikten, wie Fleig ausführte. Hinzugekommen seien an vielen Orten in Europa schwere Unwetter, die den Flugverkehr zusätzlich belastet hätten. Daher sei der Flugplan entsprechend durcheinandergewirbelt worden. 

In der Nacht zum Montag stürzten im Rhein-Neckar-Kreis zahlreiche Bäume um. Es sei aber niemand verletzt worden, teilte die Polizei in Mannheim am Morgen mit. Wegen eines Oberleitungsschadens sei auch die S-Bahnstrecke zwischen Waibstadt und Aglasterhausen gesperrt. Der Deutschen Bahn zufolge wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Polizei und Feuerwehr waren wegen des Unwetters im Dauereinsatz. In Meckesheim stürzte demnach eine zehn Meter hohe Tanne gegen ein Haus, und in Waibstadt fiel kurzzeitig der Strom aus. In Sinsheim sei ein Bach über die Ufer getreten. Die Schadenshöhe war noch unklar.

Bereits am Sonntagabend war ein heftiges Gewitter über Reutlingen hinweggezogen und hatte Feuerwehr und Rettungsdienst in Atem gehalten. Wegen starken Regens liefen Keller mit Wasser voll, eine Straße wurde überflutet.

Meteorologen warnen vor "Superzellen"

Nach den Unwettern der vergangenen Tage rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiterhin mit teils heftigen Gewittern. Da zur warmen Luft über dem Südwesten im Tagesverlauf feuchte Atlantikluft hinzukomme, könnten sogenannte Superzellen entstehen, sagte ein Meteorologe des DWD am Montagmorgen in Stuttgart. Diese gehen demnach mit schweren Sturmböen und Hagel mit einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern einher. Außerdem können in kurzer Zeit bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Den Angaben zufolge liegen die Höchsttemperaturen am Montag zwischen 23 Grad im Bergland und 28 Grad am Oberrhein. Auch am Dienstag bleibe es wechselhaft, sagte der DWD-Meteorologe. Erst am Mittwochnachmittag sei mit einer Beruhigung zu rechnen. Von Donnerstag an bleibe es aber trocken, hieß es.

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