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Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt
Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt
12.06.2018 - 07:35 Uhr
Baden-Baden (hol) - Der evangelische Pfarrer, gegen den die Staatsanwaltschaft Baden-Baden wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen ermittelt (wir berichteten), ist ein Geistlicher aus der Kurstadt.

Laut der Ermittlungsbehörde hatte er in den Jahren 2009 bis 2011 eine sexuelle Beziehung zu einem damals 14 bis 15 Jahre alten Mädchen aus der Jugendgruppe seiner Gemeinde. Auslöser der Ermittlungen war wohl eine anonyme Anzeige. Die Beziehung soll einvernehmlich gewesen sein.

Im Gespräch mit dem BT räumte der Geistliche am Montag seine Verfehlung ein und sagte, dies sei der "Fehler meines Lebens" gewesen. Dekan Thomas Jammerthal sprach von einem "tragischen Fall".

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Badischen Tagblatts oder im E-Paper.

Symbolfoto: dpa

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Von Inkognito am Freitag, 15.06.2018 um 19:11 Uhr
Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt
Sehr geehrte BT-Redaktion,
der Artikel und die Darstellung haben mich sehr erschreckt. Einen sexuellen Missbrauch als "Beziehung" darzustellen und den Eindruck zu vermitteln, dass der Pfarrer "halt einen Fehler gemacht hat", wird der Komplexität eines Missbrauchs nicht gerecht. Es gibt keine einvernehmlichen sexuellen Kontakte zwischen einem Kind und einem Erwachsenen. Ein ganzes Jahr lang - das stelle man sich bitte einmal vor. Was mag in dem Mädchen vorgegangen sein, das vielleicht den Täter ja ganz sympathisch fand -wenn es sich immer wieder mit ihm geheim treffen musste? Vielleicht niemand hatte, mit dem es darüber reden konnte und dieses Geheimnis der merkwürdigen Beziehung mit sich herumtragen musste. Ausgerechnet in einer Zeit in der aus Kinder Jugendliche werden und nach Orientierung suchen. Kein Wort steht in dem Artikel darin, welche Folgen der Missbrauch für ein junges Mädchen haben kann. Dass es nun kein Interesse daran hat, dass der Fall öffentlich diskutiert wird, liegt doch auf der Hand. Hat sich die Redaktion überlegt, welche Auswirkungen diese Berichterstattung in einer Stadt wie Baden-Baden hat? Wird das Mädchen nun stigmatisiert, weil es ja eine Beziehung mit dem Pfarrer hatte, der nun deshalb seinen Dienst aufgeben musste. Schuld daran hat ganz allein der Täter, der als Erwachsener, (theoretisch auch der Vater des Mädchens sein könnte), seine Position als angesehener Priester missbrauch hat. Dass er beliebt in der Gemeinde ist und vieles geleistet hat - entschuldigt nicht seine Straftat.
Jeder, der sich einmal mit Missbrauch beschäftigt hat, sollte wissen, dass er nicht folgenlos für das Opfer bleibt. Es ist ein Trauerspiel, dass keiner der interviewten Personen Mitgefühl mit dem Opfer gezeigt hat. Eine Entschuldigung des Täters fehlte ebenso wenig wie Mitgefühl des Dekans. Die letzten Jahre wurde so viel über Missbrauch in Deutschland gesprochen. Der aktuelle Fall zeigt, weder die Kirche noch große Teile der Gesellschaft haben daraus etwas gelernt. Wenn hierüber weiter berichtet wird, dann doch bitte mit Respekt für Opfer sexuellen Missbrauchs.

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Von Micky Metzmaier am Dienstag, 12.06.2018 um 10:59 Uhr
Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt
Skandalöse Berichterstattung, die einem die Zornesröte ins Gesicht treibt. Hier wird mal wieder unter dem Deckmantel der Anführungszeichen der Täter zum Opfer gemacht: "Der arme, geläuterte Mann und seine arme Familie ... ist doch schon Jahre her ... so ein beliebter Pfarrer ... was er alles geleistet hat ... war ohnehin alles einvernehmlich (wird 2 x erwähnt" ... böse anonyme Anzeige, die nur schaden will ... alle halten zu ihm ..." (...) Sie sollten sich in Grund und Boden schämen.
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Von elke haustein am Donnerstag, 14.06.2018 um 16:33 Uhr

AW: Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt
Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt

möchte mich zu dem artikel am 12.6.2018 ggen pfr.dürr äußern. zu allererst finde ich es eine frechheit ihn so in den dreck zu ziehen zumal ein tag vorher mitgeteilt wurde as keine details genannt werden. natürlich war die aktion sich mit einer 14 jährigen ein zu lassen voll daneben.muss man nach soviel jahren dies ,nehme an aus rache,aber wieder aufwärmen.pfr.dürr hat meine hochachtung das er zu seinem fehler steht was andere aus feigheit,nicht einmal bei minimalen sachen, auf die reihe bekommen.jedenfalls wünsche ich ihm alles gute. es ging um ein beiderseitiges einverständnis und keine vergewaltigung. lasst ihn und auch die junge frau in ruhe.ach noch etwas damit es nicht wieder zu irgendwelchen schauermärchen kommt, wir waren viele jahre arbeitskollegen. elke haustein




Von Xyz am Dienstag, 12.06.2018 um 08:42 Uhr
Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt
Liebes BT-Team,
leider finde ich euren Artikel eine Schande. Anstatt die Tragik in diesem Fall darzustellen, sieht es so aus als wärt ihr auf der Seite des Täters. Denn egal ob einvernehmlich oder nicht. Ein 40jähriger sollte moralisch und kognitiv in der Lage sein zu sehen dass es falsch ist. Was im Gegenzug eine 14jährige nicht kann. (...)
Also ihm noch eine Platzform zu geben wo er rumschnulzt und damit versucht alles wieder gut zu machen, ekelt mich an.
Versetzt euch in die Lage des Mädchens.

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Von Sabrina am Mittwoch, 13.06.2018 um 06:58 Uhr

AW: Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt
Beschuldigter Pfarrer aus Kurstadt

Immerhin steht er zu seinen Taten und schreibt keine anonymen Kommentare.

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