http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Handelskonflikte und Diesel-Affäre: Daimler-Aktie rutscht ab
Handelskonflikte und Diesel-Affäre: Daimler-Aktie rutscht ab
21.06.2018 - 12:51 Uhr
Stuttgart (dpa) - Internationale Handelskonflikte und die Dieselaffäre belasten den Autobauer Daimler. Der Dax-Konzern kappte am späten Mittwochabend vor allem wegen der voraussichtlich steigenden Zölle in China auf US-Importautos seine Prognose für das laufende Jahr. Die Stuttgarter produzieren in den USA Fahrzeuge auch für den Weltmarkt.

Bislang hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche für 2018 einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) leicht über dem Vorjahreswert von 14,7 Milliarden Euro angepeilt. Nun gehen die Stuttgarter davon aus, dass sie in diesem Jahr leicht darunter liegen werden.

An der Börse kam das nicht gut an. Die Daimler-Aktie rutschte am Donnerstagmorgen ab und in ihrem Sog auch die Papiere der anderen Autobauer. Analysten befürchten nun, dass auch Daimlers Konkurrenten Ergebniseinbußen drohen könnten.

290.000 Fahrzeuge im letzten Jahr in US-Werken produziert

Der Konzern wird Opfer des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Das asiatische Land ist ein sehr wichtiger Absatzmarkt für deutsche Autobauer wie Daimler. Die höheren Zölle, die China künftig auf in den Vereinigten Staaten produzierte Wagen verlange, könnten nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden, argumentierte der Konzern.

Daimler stellt in den USA in großem Stil Fahrzeuge auch für den Weltmarkt her, rund zwei Drittel gehen nach Angaben eines Sprechers in den Export. Im vergangenen Jahr liefen in den US-Werken knapp 290.000 Fahrzeuge bei Daimler vom Band.

SUV in Asien besonders gefragt

Darunter befinden sich auch die in China sehr begehrten großen Geländewagen (SUV). Nun fürchten die Stuttgarter, dass deren Absatz dort künftig niedriger als bisher erwartet ausfallen wird - und nicht durch andere Länder ausgeglichen werden kann. Zuletzt waren vor allem die SUVs die Treiber des steigenden Daimler-Absatzes in China.

Die USA und China steuern mittlerweile auf einen handfesten Handelskrieg zu. So hatte Peking Vergeltung angekündigt, kurz nachdem das Weiße Haus die Prüfung von weiteren Zöllen in Höhe auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar in Auftrag gegeben hatte.

Zusätzliche Belastung durch Rückruf von Diesel-Fahrzeugen

Als weiteren Grund für die gekappte Prognose führen die Stuttgarter Belastungen im Zusammenhang mit dem neuen WLTP-Verfahren für Verbrauchs- und Abgastests ins Feld. Eine rückläufige Nachfrage aus Lateinamerika dürfte laut Daimler zudem das Busgeschäft negativ beeinflussen.

Darüber hinaus entstehen Daimler Belastungen durch den Rückruf von Dieselfahrzeugen. Wegen des Vorwurfs einer unzulässigen Abgastechnik muss der Konzern nun europaweit 774 000 Fahrzeuge zurückrufen - darunter 238 000 in Deutschland. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte Daimler den Rückruf der Fahrzeuge auf einen Schlag verordnet. Die Stuttgarter wollen den Rückruf umsetzen, haben unlängst aber Widerspruch angekündigt.

Foto: dpa

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Baden-Baden
In einem Jahr soll Einzug sein

21.06.2018
In einem Jahr soll Einzug sein
Baden-Baden (nie) - Die Termotek GmbH, Spezialist für Flüssigkeits-Kühlsysteme, hat am Dienstag den ersten Spatenstich für ihr neues Gebäude gesetzt. Im Juni nächsten Jahres soll der Umzug vom derzeitigen Standort in Oos-West nach Haueneberstein erfolgen (Foto: Ernst). »-Mehr
Stuttgart
Kretschmanns Vertrauen in Autoindustrie nicht zerstört

20.06.2018
Vertrauen in Autoindustrie nicht zerstört
Stuttgart (lsw) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich im Abgasskandal hinter die deutschen Autobauer gestellt. "Mein Vertrauen in die Autoindustrie ist nicht zerstört. Allerdings sei er enttäuscht, dass der Skandal inzwischen auch Daimler betrifft (Foto: dpa). »-Mehr
Rastatt
--mediatextglobal-- Wollen den Druck auf die Leiharbeits-Firma DEKRA Arbeit GmbH weiterhin hoch halten: Heiko Maßfeller und die IG Metall. Foto: dg

20.06.2018
Schritte in die richtige Richtung
Rastatt (dg) - Es sieht nach einem klaren Etappensieg für die DEKRA-Leiharbeiter im Daimler-Werk Rastatt aus: In einem Schreiben wird den 1100 Kollegen so etwas wie eine Übernahmegarantie gegeben. Aber so ganz trauen die Dekraner und die IG Metall dem Braten nicht (Foto: dg). »-Mehr
Gaggenau
Eine Leidenschaft, die weite Distanzen überwinden lässt

18.06.2018
Gäste aus aller Welt feiern
Gaggenau (cv) - Es gibt sie doch. Die Liebe, die keine Grenzen kennt. Die Leidenschaft, die weite Distanzen überwinden lässt und Menschen jeglicher Couleur zusammenführt. Bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Unimog-Clubs Gaggenau war dies der Fall (Foto: Hegmann). »-Mehr
Baden-Baden
--mediatextglobal-- Die Kreuzung vor dem Einkaufsmarkt soll im Zuge der Umgestaltung in einen Kreisverkehr verwandelt werden. Auch Querungshilfen für Fußgänger sind vorgesehen. Foto: Holzmann

09.06.2018
Grünes Licht für Bauprojekt
Baden-Baden (sre) - Einstimmig bei einer Enthaltung hat sich der gemeinderätliche Bauausschuss für die Pläne ausgesprochen, das Achteck-Gebäude und den alten Edeka-Markt in Haueneberstein (Foto: Holzmann) abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen. »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Mit einem Bündel von Maßnahmen will die Bundesregierung die hohen Mietkosten dämpfen, die viele Bürger besorgen. Fürchten Sie, sich in Zukunft Ihre Wohnung nicht mehr leisten zu können?

Das ist schon der Fall.
Ja.
Nein.
Ich bin in keinem Mietverhältnis.


http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz