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Abschied vom Bewerbungsanschreiben
Abschied vom Bewerbungsanschreiben
25.06.2018 - 17:41 Uhr
Berlin (dpa) - Darüber hat sich bei der Jobsuche wohl jeder schon mal den Kopf zerbrochen: Was schreibe ich als ersten Satz ins Bewerbungsschreiben? Wer nicht lange rumschwafeln will oder sich mit Formulierungen schwer tut, hält sich oft an die Standardzeile: "Hiermit bewerbe ich mich um...". So oder so, ein Anschreiben gilt bisher als Pflicht. Das könnte sich aber langsam ändern. Die Deutsche Bahn zum Beispiel will bei angehenden Azubis künftig auf das Bewerbungsschreiben verzichten.

Ab Herbst soll es möglich sein, über eine Online-Plattform nur noch Lebenslauf und Zeugnisse einzureichen. "Wir wollen es den Bewerbern so einfach wie möglich machen", sagt Personalerin Carola Hennemann. Sie leitet die Personalgewinnung in Baden-Württemberg und ist bundesweit für die Einstellung von Ingenieuren zuständig. Der Staatskonzern sucht händeringend neue Mitarbeiter, weil Tausende Kollegen in den Ruhestand gehen. Allein dieses Jahr sollen rund 19.000 Mitarbeiter eingestellt werden, darunter 3.600 Auszubildende. "Für Schüler ist so ein Motivationsschreiben schon schwierig", sagt Hennemann. Auch andere seien froh, wenn sie nicht so viel schreiben müssten. "Wir prüfen die Motivation der Bewerber sowieso noch mal in einem Gespräch ab." Der Konzern überlegt, bei welchen Berufsgruppen er noch auf das Motivationsschreiben verzichten könnte. Auch in anderen Unternehmen legt man immer weniger Wert auf ein klassisches Anschreiben.

Anschreiben werden häufig kopiert

Nach Einschätzung der Jobbörse Monster.de nimmt die Bedeutung des Anschreibens ab. Bewerber seien zwiegespalten: Sie wollten sich mit dem Schreiben einerseits abheben, auf der anderen Seite solle es aber schnell gehen, erklärt Marketingdirektorin Katrin Luzar. Kandidaten würden sich oft auch mobil via App bewerben. Alle wichtigen Dokumente hätten sie dann in der Regel dabei - "außer eben das Anschreiben".

"Die Unternehmen selbst wiederum wissen auch, dass Anschreiben häufig kopiert werden und dass es für die Bewerber relativ schwierig ist, regelmäßig passgenaue und individuelle Anschreiben zu formulieren", erklärt Luzar. Sie beobachtet auch noch eine andere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: "Das Machtverhältnis zwischen Bewerbern und Unternehmen hat sich mittlerweile auch verschoben."

Viele Kandidaten werden nicht selbst aktiv

Denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist für viele Menschen gut wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. Die Arbeitslosenzahl dürfte auch in diesem Jahr weiter sinken, wie Volkswirte deutscher Großbanken schätzen. Viele Unternehmen suchen händeringend Leute - und konkurrieren dabei um Kollegen. "Die Kandidaten wissen sehr gut, wie viel sie wert sind - sie werden passiver", teilt Luzar mit. Viele wollten lieber angesprochen werden. "Gerade in Bereichen wie IT und Ingenieurswesen herrscht bei den Bewerbern recht viel Zuversicht, dass man einen guten Job findet."

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