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Missbrauchsprozess: Angeklagter wollte Kind "aufschlitzen"
Missbrauchsprozess: Angeklagter wollte Kind 'aufschlitzen'
25.06.2018 - 20:06 Uhr
Karlsruhe (lsw) - Mit der Aussage des Hauptverdächtigen im Freiburger Missbrauchsprozess ist am Montag in Karlsruhe ein Prozess gegen einen Mann aus Schleswig-Holstein fortgesetzt worden. Gegen den einschlägig vorbestraften 44-Jährigen wird im Zusammenhang mit dem Fall des schwer missbrauchten Neunjährigen aus Staufen verhandelt.

Der Schleswig-Holsteiner soll den Partner der Mutter des Jungen gefragt haben, ob er das Kind vergewaltigen und dann töten könne. Der 39 Jahre alte Lebensgefährte der Mutter, der als Hauptverdächtiger im Freiburger Missbrauchsfall selbst vor Gericht steht, sprach am Montag in Karlsruhe von seinen Chat-Unterhaltungen mit dem Angeklagten. Dieser habe seine sexuellen Vorlieben geschildert und ihn gefragt, ob er sich vorstellen könnte, den Jungen nach dem Missbrauch zu töten.

"Ich war natürlich geschockt", sagte er. Anfangs habe er es nicht ernst genommen. Als er ablehnte, habe der 44-Jährige vorgeschlagen, ein anderes Kind zu missbrauchen und danach zu töten. Der Angeklagte habe von "Aufschlitzen" gesprochen.

Insgesamt acht verdächtige Männer

Die Karlsruher Staatsanwaltschaft hat den Schleswig-Holsteiner wegen Sichbereiterklärens zum Mord, zum sexuellen Missbrauch von Kindern und zur Vergewaltigung sowie wegen Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften angeklagt. Da er schon zweimal einschlägig verurteilt wurde und seinen kindlichen Opfern schweren Schaden zugefügt habe, zieht sie eine Sicherungsverwahrung in Betracht.

Im Zusammenhang mit dem Freiburger Missbrauchsfall gibt es insgesamt acht Verdächtige. Angeklagt sind Taten zwischen Mai 2015 bis Ende August 2017. Die Mutter des Neunjährigen und ihr Partner, beide Deutsche, sollen den Jungen missbraucht und über das sogenannte Darknet anderen Männern angeboten haben.

Foto: dpa

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