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Personalnot: Pflegebedürftige ohne Versorgung
Personalnot: Pflegebedürftige ohne Versorgung
29.07.2018 - 08:24 Uhr
Stuttgart (lsw) - Ambulante Pflegedienste in Baden-Württemberg müssen zunehmend Menschen wegschicken, weil Personal fehlt.

"Von den Einrichtungen erhalten wir immer wieder Meldungen, dass Kunden wegen Personalknappheit abgewiesen werden müssen", sagte der Landesbeauftragte des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (BPA), Berthold Denzel, in Stuttgart. Der Verband betreut etwa 670 private Dienste im Südwesten Deutschlands. Zwar habe man in den vergangenen Jahren steigende Mitarbeiterzahlen bei den Pflegediensten verzeichnet. Mit Blick auf immer mehr alte und pflegebedürftige Menschen sei das aber nicht ausreichend.

Die Dienste besuchen Kunden - oftmals Senioren - zuhause, wo sie etwa bei Medikamenteneinnahme, beim Waschen oder im Haushalt helfen.

Fachkräfte aus dem Ausland nötig

Um Engpässen etwas entgegenzusetzen, sei man auf zusätzliche Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Allerdings dauerten rechtliche Prüfungen - etwa mit Blick auf die Qualifizierung - zu lange, etwa ein halbes Jahr in Baden-Württemberg. "Das ist zu lang und daher ein Thema für die Politik", sagte Denzel.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (2015) werden von den 2,9 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland knapp 2,1 Millionen - also fast drei Viertel - zu Hause betreut, gut 780.000 in Heimen. Zu Hause werden wiederum 1,38 Millionen von Angehörigen gepflegt und rund 700.000 durch ambulante Pflegedienste.

Ambulante Pflegedienste haben auch in Nordrhein-Westfalen Probleme, alle Kunden zu versorgen. Der Zusammenschluss von Verbänden wie AWO, Caritas oder Paritätischer Wohlfahrtsverband verzeichnete bei einer Stichprobenerhebung im April 2600 Absagen. Weil nur ein Teil der 850 zugehörigen Dienste Zahlen lieferte, gehe man aber tatsächlich von rund 10.000 Fällen aus, sagte ein Sprecher der Freien Wohlfahrtspflege NRW.

Symbolfoto: dpa

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