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Landratsamt warnt vor Ambrosia-Pflanze
Die Ambrosia: Erstbestände sollten sofort entfernt werden, nach Möglichkeit vor der Blüte.  Foto: Landratsamt
02.08.2018 - 07:15 Uhr
Bühl/Rastatt (red) - Die Ambrosia-Pflanze gehört zu den stärksten Allergieauslösern in der heutigen Zeit. Im laufenden Jahr wurden bisher die Bekämpfungsmaßnahmen der "Altlasten" überwacht, informiert das Landratsamt. Neue Bestände wurden nicht verifiziert.

Im privaten Bereich ging keine Neumeldung ein, sicherlich wegen der heutigen Prüfung der Vogelfutterindustrie auf Samen der Ambrosia. Im Landkreis Rastatt ist ihr Vorkommen seit 2006 bekannt. Erstmals entdeckt wurde die gefährliche Pflanze in einem Vorgarten, an einer Stelle, an der die Winterfütterung der Vögel mit Meisenknödel erfolgte. Seit dieser Zeit verfolgt das Landratsamt Rastatt gemeldete Vorkommen im Kreisgebiet.

Ansprechpartner für Gemeinden und Privatleute ist Uwe Kimberger, der Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau im Landratsamt Rastatt. Pflanzenfachberater Gabriel Zoller bearbeitet die Problematik im Bereich der Landwirtschaft.

Besonders bei warmer und trockener Witterung ist die Ambrosia im Vorteil gegenüber anderen Pflanzen. Einzelne Pflanzen haben bereits Blüten angesetzt oder beginnen momentan zu blühen.

Tausende Samen sind Jahrzehnte keimfährig

Seitens des Landratsamts werden verifizierte Pflanzenbestände an die LUBW als zentrale Erfassungsstelle weitergereicht. Es wird darauf geachtet, dass Erstbestände sofort entfernt werden, nach Möglichkeit vor der Blüte und auf alle Fälle vor dem Aussamen. Eine Pflanze kann mehrere tausend Samen bilden, und diese sind bis zu 30 Jahre keimfähig. Die Pflanze wächst während des Sommers heran und ist nicht überall gleich zu erkennen, vor allem nicht, wenn sie unter höheren Pflanzen steht.

Die Ambrosia kann sehr niedrig heranwachsen, aber unter besten Bedingungen auch zwei Meter hoch werden. Die regelmäßigen jährlichen Kontrollen der schon einmal besiedelten Bereiche sind unbedingt erforderlich. Gefährdete Bereiche für Neuansiedlungen, wie Straßenränder, Grüngutplätze, Futterplätze für Vögel und Aussaaten mit Sonnenblumen, sollten ebenfalls gesichtet werden.

Service: Wer unsicher ist, ob es sich tatsächlich um einen Ambrosia-Fund handelt, kann Fotos per E-Mail an u.kimberger@landkreis-rastatt.de senden. Kontakt und Ortsterminvereinbarung unter (07222) 3814120.

Foto: Landratsamt

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