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Hitzepause für Teile Baden-Württembergs
Hitzepause für Teile Baden-Württembergs
07.08.2018 - 22:30 Uhr
Karlsruhe (lsw) - Gewitter und heftige Regenfälle haben Teilen Baden-Württembergs am Dienstag eine Verschnaufpause von der Hitze verschafft. Vor allem zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb habe es geregnet, sagte Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die Temperaturen sanken in den Gebieten auf ein erträgliches Maß.

So waren es den Meteorologen zufolge am Mittag in Freudenstadt erfrischende 19 Grad, während das Thermometer in Ohlsbach (Ortenaukreis) 36 Grad anzeigte. Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage verursachten auf der Autobahn 6 unter der Last des Schwerlastverkehrs Spurrillen. Der Belag hat sich so stark verformt, dass die A6 für Ausbesserungsarbeiten stellenweise gesperrt werden musste.

Im Bodensee traten im Uferbereich kleine Süßwasserquallen auf, die nur in Sommern mit besonders warmem Wasser wachsen. Es handelt sich nach Angaben der Biologin Petra Teiber-Sießegger vom Institut für Seenforschung um eine Art aus Südostasien, die 1999 im Bodensee erstmals nachgewiesen wurde. Die kleinen Medusen sind für den Menschen ungefährlich.

Naturschützer fordern Drosselung der der Kraftwerke

Dass die Hitze zu einem Massensterben von Fischen in Deutschlands größtem See führen wird, glaubt der Leiter der Fischereiforschungsstelle in Langenargen, Alexander Brinker, nicht. Lediglich im Untersee könnten Äschen und Aale wegen des geringen Wasserstandes Probleme bekommen. "Große Seen sind sehr robust."

Anders als im Bodensee können die Fische in den Flüssen des Südwestens aber nicht immer in kühlere Wasserschichten schwimmen. Naturschützer forderten daher, die Stromproduktion konventioneller Kraftwerke zu drosseln. Sie nutzen oft Flusswasser zur Kühlung und heizen die Flüsse so zusätzlich auf. Die Meiler weiter laufen zu lassen, sei "ein verantwortungsloses Glücksspiel", kritisierte BUND-Referent Gottfried May-Stürmer. "Das kann gut gehen, aber es kann auch daneben gehen."

Sonnencremes belasten Gewässer nicht

Bei der anhaltenden Hitze dieser Tage strömen die Menschen an die Badeseen. Tausende, oft erheblich mit Sonnenschutz eingecremte Besucher schmeißen sich in das kühle Nass. Sonnencreme sei aber nicht unbedingt schädlich, sagte Bernhard Schink vom Lehrstuhl für Mikrobielle Ökologie der Uni Konstanz. Zwar wisse man nicht ganz genau, was die Hersteller in ihre Sonnencremes mischen. Generell seien die Inhaltsstoffe aber biologisch abbaubar und belasteten die Gewässer nicht dauerhaft. Die derzeit hohen Temperaturen seien für den Abbau der Stoffe sogar hilfreich: Denn bei Hitze vermehren sich Bakterien stärker. Weil sie sich unter anderem von Stoffen wie den Rückständen der Sonnencremes ernähren, bauen bei Hitze mehr Bakterien mehr Sonnenschutz ab.

Wetterwechsel erst am Donnerstag

Am Rhein erwartet der DWD auch am Mittwoch noch Temperaturen deutlich oberhalb von 30 Grad, dazu mancherorts leichte Bewölkung. Einen flächendeckenden Wetterwechsel im Südwesten könnte es demnach am Donnerstag geben. Dann erreicht eine breite Front das Land und bringt Schauer und Gewitter mit sich.

Foto: dpa

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