http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Ryanair-Piloten streiken am Freitag - aber nicht am FKB
Deutsche Ryanair -Piloten streiken am Freitag
08.08.2018 - 14:19 Uhr

Frankfurt/Rheinmünster (dpa) - Passagiere des Billigfliegers Ryanair müssen sich am Freitag nun auch in Deutschland wegen eines Streiks auf Flugausfälle und -verspätungen gefasst machen. Alle Flughäfen bis auf Baden-Baden seien betroffen. Dort hätten die Piloten zugesagt, ihr Programm abzufliegen.

Ryanair streicht wegen des Streiks in Deutschland 250 Flüge. Das sei das komplette Programm, dass Ryanair an dem Tag mit Flugzeugen fliegen würde, die in Deutschland stationiert sind, sagte Marketing-Chef Kenny Jacobs. Rund ein Drittel der deutschen Kunden werde aber auch am Freitag fliegen können, weil ihr Flugzeug aus einem nicht bestreikten Land komme. Die bereits gestrichenen 146 Flüge kommen noch obendrauf. Kunden könnten kostenfrei umbuchen oder ihr Geld zurückbekommen, sagte Jacobs. Zuvor hatte sich die deutsche Gewerkschaft Vereinigung Cockpit den ebenfalls für Freitag geplanten Streiks in Irland, Belgien und Schweden angeschlossen. 

Streik dauert 24 Stunden

Die VC rief alle angestellten Piloten an den deutschen Ryanair-Basen für den 10. August zu einem 24-stündigen Streik auf. Der Arbeitskampf beginne am Freitag um 3.01 Uhr und ende am Samstag um 2.59 Uhr. Das Unternehmen wollte sich im Laufe des Mittwochs äußern.

Die deutsche Gewerkschaft schließt sich den bereits für diesen Freitag angekündigten Streiks ihrer Kollegen in Irland, Schweden und Belgien an. Dies wäre dann zusammen der größte Pilotenstreik in der Geschichte von Ryanair. Die Gesellschaft hat bislang 146 von 2.400 am Freitag geplanten Europa-Flügen abgesagt.

Streik hatte im vergangenen Jahr keine Auswirkungen auf deutsche Flüge

Bei den Piloten haben bisher einzig die Iren an vier einzelnen Tagen die Arbeit niedergelegt. Ein Warnstreik der VC in Deutschland war im vergangenen Dezember ohne Flugausfälle geblieben, weil Ryanair ausreichend Ersatzpiloten mobilisieren konnte.

VC-Chef Martin Locher warf der Fluggesellschaft vor, eine Lösung am Verhandlungstisch zu blockieren und für die Eskalation allein die Verantwortung zu tragen. "Ryanair hat in den Verhandlungen jedwede Personalkosten-Erhöhung kategorisch ausgeschlossen. Gleichzeitig hat Ryanair zu keinem Zeitpunkt erkennen lassen, an welchen Stellen Spielräume zur Lösungsfindung bestehen", erklärte der Gewerkschafter.

Piloten und Flugbegleiter streiken für bessere Arbeitsbedingungen

Vor zwei Wochen hatten streikende Flugbegleiter in Spanien, Portugal und Belgien Ryanair gezwungen, innerhalb von zwei Tagen rund 600 Flüge mit zusammen etwa 100 000 betroffenen Passagieren abzusagen.

Beide Berufsgruppen wollen bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen bei der irischen Airline durchsetzen, die sich jahrzehntelang gegen Gewerkschaften und tarifliche Vereinbarungen gewehrt hatte. Dazu müssen jeweils nationale Tarifverträge abgeschlossen werden, die Gewerkschaften koordinieren sich aber europaweit untereinander.

Foto: dpa

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Dublin
Ryanair: Fluggäste bekommen kein Geld als Entschädigung

26.07.2018
Fluggäste werden nicht entschädigt
Dublin (dpa) - Ryanair will seine Passagiere nicht für Flugausfälle und -verspätungen durch den aktuellen Streik entschädigen und beruft sich dabei auf ein EU-Recht. Verbraucherschützer kritisierten dagegen die Haltung der Airline als inakzeptabel (Foto: dpa). »-Mehr
Rheinmünster
Bislang nur ein Flug vom Streik betroffen

25.07.2018
Barcelona-Flug vom Streik betroffen
Rheinmünster (red/dpa) - Wegen eines Flugbegleiterstreiks hat der Billigflieger Ryanair für heute europaweit 300 Flüge abgesagt. Betroffen sind auch mehrere Verbindungen von und nach Deutschland, unter anderem auch ein Flug vom Baden-Airport nach Barcelona (Foto: Vetter). »-Mehr
Karlsruhe / Baden-Baden
Klage gegen Ryanair auch in Deutschland möglich

24.05.2018
Klage gegen Ryanair möglich
Karlsruhe/Baden-Baden (dpa) - Beschäftigte des Billigfliegers Ryanair können ihren Arbeitgeber auch vor deutschen Arbeitsgerichten verklagen. Das hat das Karlsruher Gericht im Fall eines in Baden-Baden stationierten Flugbegleiters entschieden, der sich gegen seine Kündigung wehrte (Foto: dpa). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die Grippe-Saison hat begonnen: Das Landesgesundheitsamt registrierte in Baden-Württemberg bislang drei Fälle. Werden Sie sich gegen Grippe impfen lassen?

Das bin ich bereits.
Ja.
Wahrscheinlich.
Nein.


http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
http://www.caravanlive.de/
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz