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Heikle Souvenirs aus fernen Ländern
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08.08.2018 - 17:10 Uhr
Rastatt (red) - Derzeit rückt die "Afrikanische Schweinepest" (ASP), die für Haus- und Wildschweine meist mit dem Tod endet, vom Osten näher an Deutschland heran. Die für Rinder gefährliche Maul- und Klauenseuche kann wie die Schweinepest durch tierische Lebensmittel über Flugreisen schnell und über große Entfernungen hierher gelangen.

Das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung im Landratsamt Rastatt weist deshalb darauf hin, dass tierische Lebensmittel aus Ländern außerhalb der Europäischen Union nur über bestimmte Eingangsstellen, sogenannte Grenzkontrollstellen, mit einer Gesundheitsbescheinigung und einem Veterinärdokument eingeführt werden dürfen. Beim Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ist keine solche Grenzkontrollstelle eingerichtet. Eine Einfuhr von tierischen Lebensmitteln aus Drittländern ist deshalb nicht zulässig beziehungsweise rechtmäßig. Zu den tierischen Lebensmitteln gehören unter anderem Fleisch, Wurst, Eier und Milchprodukte wie etwa Butter, Joghurt und Käse.

Zoll kontrolliert Gepäck nach tierischen Lebensmitteln

Fisch (frisch, gekocht oder geräuchert) oder bestimmte Krustentiere (Hummer, Garnelen) dürfen bis zu einem Gesamtgewicht von 20 Kilogramm eingeführt werden. Die Einfuhr von Honig mit Waben ist nicht erlaubt. Bei Honig ohne Waben gelten die allgemeinen Freimengen. Wegen der Gefahr der Verbreitung der bakteriellen Ringfäule ist auch die Einfuhr von Kartoffeln verboten. Weinreben, Weinblätter, Erde und erdbehaftete Pflanzen stehen ebenfalls auf der Verbotsliste, da Schädlinge und Pflanzenkrankheiten eingeschleppt werden könnten.

Zur Vermeidung der Einschleppungen von Tierseuchen über den Baden-Airport wird das Gepäck der Flugreisenden aus Drittstaaten bei der Einreise vom Zoll auch nach tierischen Lebensmitteln kontrolliert. Die Gepäckstücke werden durchleuchtet. So werden verdächtige Waren in Gepäckstücken und in Verpackungen (zum Beispiel der eines Fahrrads) entdeckt.

720 Kilogramm tierische Lebensmittel beschlagnahmt

Die Einfuhr von tierischen Lebensmitteln, auch wenn sie unwissentlich erfolgt, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird grundsätzlich mit einer Geldbuße geahndet, die den Warenwert übersteigt. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 720 Kilogramm tierische Lebensmittel am Flughafen Baden-Baden/Karlsruhe vom Zoll eingezogen und von der Veterinärbehörde in der Landkreisverwaltung entsorgt. Die Lebensmittel stammten hauptsächlich aus der Türkei, Serbien und Russland.

Das Landratsamt Rastatt empfiehlt, sich vor einer Reise über die Einfuhrbestimmungen zu informieren und keine tierischen Lebensmittel und Pflanzen aus Ländern außerhalb der EU mitzubringen. Nur so kann unsere Wirtschaft und die heimische Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden.

Infos zu Reisefreimengen Einschränkungen unter www.zoll.de (Rubrik Privatpersonen).

Symbolfoto: dpa

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