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Getreideernte nicht gut, aber besser als erwartet
Getreideernte nicht gut aber besser als erwartet
22.08.2018 - 12:05 Uhr

Stuttgart/Berlin (lsw) - Die diesjährige Getreideernte liegt nach Angaben des Statistischen Landesamts rund fünf Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. "Nach den bislang vorliegenden Ergebnissen sind die Landwirte in Baden-Württemberg von den massiven Hitze- und Trockenschäden, wie es sie in anderen Bundesländern gab, weitgehend verschont geblieben", teilten die Statistiker am Mittwoch in Stuttgart mit.

In Baden-Württemberg seien insbesondere die unterschiedlichen Entwicklungen bei den einzelnen Getreidearten auffällig. So liege der Winterweizen im Durchschnitt der vergangenen Jahre, während Hafer und Sommergerste mengenmäßig am besten abgeschnitten hätten. Der Ertrag bei der Wintergerste hingegen, die zusammen mit dem Winterweizen die wichtigste Getreideart im Land ist, liegt laut Statistik im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent niedriger.

Große Fragezeichen gebe es zudem bei Feldfrüchten wie Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln, die noch nicht abgeerntet wurden, teilte das Statistische Landesamt mit. "Hier dürften die Hitze und die Trockenheit, soweit nicht bewässert werden konnte, ihren Tribut verlangen." Speziell bei Mais seien die Unsicherheiten noch groß, weil wegen der Futterausfälle auf Grünland damit gerechnet werden müsse, dass Körnermais teilweise als Viehfutter geerntet wird und deshalb nicht in die nächste Ernteschätzung einfließt. Diese wird Ende September erwartet.

Bund unterstützt Bauern mit Nothilfen

Landwirte mit starken Einbußen wegen der wochenlangen Dürre in vielen Regionen Deutschlands sollen indes staatliche Nothilfen von bis zu 340 Millionen Euro bekommen. Angesichts von Ernteschäden "nationalen Ausmaßes" will der Bund 150 bis 170 Millionen Euro geben, wie Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch in Berlin erklärte. Die Länder sollten ergänzend die Hälfte des Gesamtbetrags tragen. Insgesamt seien nach Länderangaben bundesweit rund 10.000 Betriebe so sehr betroffen, dass sie in ihrer Existenz bedroht seien.

Existenzgefährdete Betriebe bekommen finanzielle Hilfe

In Baden-Württemberg wird laut Landwirtschaftsministerium aktuell von einem Schadensvolumen von 50 Millionen Euro ausgegangen, das vor allem den Futteranbau betrifft. Nun müsse abgewartet werden, wie viel Geld der Bund dem Land zur Verfügung stellen könne, um eine definitive Aussage zum Umfang der Hilfen zu treffen. Landwirtschaftsminister Peter Hauk forderte, der Bund müsse nun sehr schnell die notwendigen Mittel bereitstellen. "Auch in Baden-Württemberg werden wir im Kabinett über eine Beteiligung des Landes an den Dürrehilfen beraten." Grundlage für die finanziellen Hilfen sei eine Existenzgefährdung der betroffenen Betriebe. Dafür brauche man ein pragmatisches, schnell umsetzbares Verfahren. "Wir lassen existenzgefährdete Landwirte nicht allein", versicherte Hauk.

Foto: dpa

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