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Verkehrsclub will günstigeren Nahverkehr
Verkehrsclub will günstigeren Nahverkehr
24.09.2018 - 16:23 Uhr

Stuttgart (lsw) - Die Tarife für Baden-Württembergs Busse und Bahnen müssen nach Meinung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) günstiger werden. In den vergangenen zehn Jahren wurden die Monatstickets in den 22 Verkehrsverbünden durchschnittlich um ein Drittel teurer, hieß es vom zuständigen Landesverband des VCD am Montag auf Grundlage eigener Berechnungen.

Auch die Preise für Einzeltickets seien zwischen den Jahren 2008 und 2018 um durchschnittlich 30 Prozent gestiegen. Damit mehr Menschen Bus und Bahn fahren, müssten die Fahrpreise wieder sinken.

Als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete der VCD Stuttgarts Tarifreform. Damit soll das Fahren mit Bussen und Bahnen im Tarifgebiet von April 2019 an einfacher und günstiger werden. Das Land unterstützt das Vorhaben in den nächsten sechs Jahren mit bis zu 42 Millionen Euro.

Nahverkehrsabgabe könnte helfen

Auch für die anderen Verbünde wünscht sich der VCD Zuschüsse, damit die Fahrpreise sinken und das Angebot ausgebaut werden kann. Dies ist laut der Grünen-Landtagsabgeordneten Elke Zimmer möglich: "Auch andere Verbünde erhalten vom Land finanzielle Unterstützung, wenn sie ihre Preise um mindestens 30 Prozent senken wollen."

Ein weiteres Finanzierungsmodell könnte zum Beispiel eine Nahverkehrsabgabe sein. "Hier kann jeder mit dem Auto weiterhin in die Stadt fahren - wenn er eine Karte für den öffentlichen Nahverkehr hat", erklärte der VCD-Landesvorsitzende für Baden-Württemberg Matthias Lieb. Der Verkehrsclub Deutschland wurde 1986 gegründet und arbeitet nach eigenen Angaben für eine umwelt- und sozialverträgliche Mobilität.

Steigende Personal- und Investitionskosten: Auch KVV erhöht Preise

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember soll es beim Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) Erhöhungen von im Schnitt 2,7 Prozent geben (wir berichteten). Der KVV erwartet von der Preisanpassung verbundweit Mehreinnahmen von rund 4,03 Millionen Euro. Doch auch bei einer Stabilisierung der Fahrgastzahlen werde der Fehlbetrag zwischen stetig steigenden Kosten und realisierbaren Fahrgeldeinnahmen voraussichtlich weiter steigen.


Foto: dpa

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