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E-Bus: Anschaffung auf der Kippe
E-Bus: Anschaffung auf der Kippe
29.09.2018 - 19:40 Uhr
Baden-Baden (sre) - Die von den Verkehrsbetrieben geplante Anschaffung eines Elektrobusses steht auf der Kippe. Das machten Stadtwerke-Chef Helmut Oehler und Stefan Güldner, Leiter der Verkehrsbetriebe, im Betriebsausschuss deutlich.

Voraussetzung für die Anschaffung des Busses, der sehr viel teurer sei als ein Diesel-Fahrzeug, seien Fördergelder von Land oder Bund - sonst könnten die Verkehrsbetriebe die Ausgabe nicht schultern. Diese Gelder zu bekommen, gestalte sich aber schwierig: Für viele Förderprogramme sei Baden-Baden zu klein oder zu sauber.

Ohne Fördergelder keine E-Busse

Oft würden Mindestmengen an Busanschaffungen gefordert, zudem würden bei stark nachgefragten Programmen oft Städte mit Grenzüberschreitungen bei Emissionen bevorzugt. Bei zwei Anträgen warte man noch auf Antwort und hoffe auf eine Zusage. Oehler machte aber klar: "Wenn wir keine Förderzusage bekommen, werden wir auch keinen Elektrobus beschaffen." Dann werde ein konventionelles Fahrzeug gekauft.

Klimaanlagen für BBL-Busse

Diskutiert wurde im Betriebsausschuss auch das Thema Klimaanlagen in den Bussen. Nachdem es im diesmal besonders langen und heißen Sommer Beschwerden hagelte und offenbar auch schwangere und ältere Fahrgäste aufgrund der Hitze in den Bussen der Baden-Baden-Linie (BBL) mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatten, will man bei den Verkehrsbetrieben Abhilfe schaffen.

Bislang habe man immer die Philosophie vertreten, dass man auf die Klimatisierung der Busse verzichte, erinnerte Oehler. Auch vor dem Hintergrund der sich verändernden klimatischen Bedingungen könne man daran aber nicht mehr festhalten.

Zunächst werden vier Busse mit Klimaanlagen ausgestattet

Es gebe für Busse zwei Varianten von Klimaanlagen. Die Verkehrsbetriebe haben sich nun entschlossen, zunächst vier Busse mit sogenannten Aufdach-Klimaanlagen auszurüsten, die laut Oehler etwas weniger umweltschädlich sind als konventionelle Klimaanlagen, die Busse allerdings auch nicht ganz so stark herunterkühlen. Mit diesen Anlagen - pro Gelenkbus kostet die Anschaffung 25.000 Euro - wolle man im nächsten Sommer dann erste Erfahrungen sammeln, bevor über die Nachrüstung weiterer Anlagen entschieden werde.

Archivfoto: Zorn

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