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Noch ein langer Weg zur Diesel-Nachrüstung
Noch ein langer Weg zur Diesel-Nachrüstung
08.10.2018 - 08:49 Uhr
Berlin/Geislingen (dpa) - Diesel-Fahrer werden noch eine Weile auf die vom Bundesverkehrsministerium angedachten Nachrüstsysteme warten müssen. Hersteller wie zum Beispiel Baumot wollen im kommenden Jahr mit ersten für Euro-5-Diesel vorgesehenen Lösungen auf den Markt kommen. Doch Experten kalkulieren vorsichtiger.

"Ich rechne erst in zwei Jahren mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen", sagt etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen.

Mit Blick auf drohende Fahrverbote dürfte das für einige Dieselfahrer nicht reichen. In Städten wie Stuttgart werden vom 1. Januar 2019 an zunächst die Euro-4-Diesel, im September 2019 könnte dann das Aus für Diesel der Abgasnorm Euro 5 kommen.

Im vergangene Woche vorgestellten Diesel-Konzept der Bundesregierung sind Hardware-Nachrüstungen für Euro-5-Diesel neben Umtausch-Aktionen als Möglichkeit vorgesehen, um die Luft in Städten mit hoher Schadstoff-Belastung zu verbessern. Die Kosten sollen die Hersteller übernehmen. Dabei geht es um den Einbau sogenannter SCR-Katalysatoren, um den Schadstoff-Ausstoß zu senken.

Es gibt noch einige Hürde zu bewältigen

Doch bislang liegt dem Kraftfahrtbundesamt genau ein solches System zur Freigabe vor, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte. Und ob das am Ende auch in Städten mit Fahrverboten einsetzbar ist, ist mehr als fraglich. Denn die Voraussetzungen dafür stehen noch überhaupt nicht fest.

Das nächste Problem: Kaum ein Hersteller hat sich bislang ernsthaft auf diese Spielart eingelassen. Opel und BMW beispielsweise lehnen Nachrüstungen kategorisch ab. Volkswagen und Daimler spielen den Ball an die Nachrüstfirmen zurück. "Diese Lösungen müssen vorliegen, zugelassen und dauerhaft haltbar sein", heißt es bei VW.

Die Nachrüstfirmen - genau wie die Werkstätten - beteuern, sie stünden bereit. Mehrere gaben an, im nächsten Jahr mit dem Nachrüsten beginnen zu können - allerdings nur unter der Bedingung, dass die Hersteller mit im Boot sitzen.

Denn die Nachrüstungen sind komplex, die Autos im Gegensatz zu Bussen oder Lieferwagen sehr unterschiedlich; und jeder Fahrzeugtyp braucht eine spezielle Lösung.

Symbolfoto: dpa

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