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Handelsverband und IHK sorgen sich um die Innenstädte
Handelsverband und IHK sorgen sich um die Innenstädte
11.10.2018 - 14:10 Uhr
Roppenheim/Karlsruhe (red) - Die geplante Erweiterung des Factory Outlet Centers (FOC) im elsässischen Roppenheim werde für eine weitere Verschärfung der Konkurrenz im Einzelhandel in der Region sorgen. Davon sind sowohl der Handelsverband Südbaden als auch die IHK Karlsruhe überzeugt, wie der Verband und die Kammer am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung betonen.

Der interkommunale städtebauliche Leitplan PLUI (plan local d 'urbanisme intercommunal) sieht unter anderem eine Verdopplung der Verkaufsfläche vor (das BT berichtete). In der vergangenen Woche haben bereits die regionalen Mittelzentren, das Oberzentrum Karlsruhe sowie der Regionalverband Mittlerer Oberrhein das Vorhaben in Roppenheim im Rahmen ihrer Beteiligung am Verfahren abgelehnt. Auch sie befürchten weitere negative Auswirkungen auf die Innenstädte beidseits des Rheins.

Hotels, Gastronomie und Freizeitattraktionen geplant

Als wesentliches Ziel wird im PLUI genannt, die touristische Anziehungskraft zu stärken. Zu den bislang über 100 Geschäften sollen auf weiteren zehn Hektar Einzelhandelsgeschäfte entstehen. Darüber hinaus sind Hotels, Gastronomie, Freizeitattraktionen und Dienstleistungen vorgesehen.

Im Zuge des Wettbewerbs durch den Onlinehandel finde derzeit eine Marktbereinigung statt, die den stationären Einzelhandel und insbesondere den inhabergeführten Fachhandel erheblich treffe und das Erscheinungsbild der Innenstädte beeinflusse, so der Handelsverband und die IHK. Der sogenannte Handelsmonitor Oberrhein sei demzufolge jüngst zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zahl der Betriebe in der Region seit 2008 um 14,4 Prozent zurückgegangen ist. "Eine ähnliche Entwicklung ist auch auf französischer Seite wahrscheinlich", heißt es in der Mitteilung weiter.

Geschäftsaufgaben und weniger Kunden in den Innenstädten

Roland Fitterer, Vizepräsident der IHK Karlsruhe und des Handelsverbands Südbaden, sieht durch die Planungen insbesondere die umliegenden Innenstädte und Ortskerne gefährdet. "Eine Verdopplung der Verkaufsfläche konterkariert die Bemühungen beidseits des Rheins, lebenswerte und attraktive Innenstädte zu schaffen. Bereits heute werden vielerorts sinkende Kundenfrequenzen, vermehrte Geschäftsaufgaben und eine Verminderung der Angebotsvielfalt registriert. Die Erweiterung des FOC Roppenheim würde diesen Effekt noch verstärken", so Fitterer, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Einzelhandelsausschusses der IHK Karlsruhe ist.

Handelsverband: Auch deutsche Vorschriften sollten berücksichtigt werden

Auch der Präsident des Handelsverbandes, Philipp Frese, beobachtet die Planungen mit Sorge. "Eine in ihrer Dimension massive Erweiterung der Einzelhandelsfläche würde eine nicht unerhebliche Verschiebung des Einzelhandelsangebotes in der Region darstellen. Nach deutschem Recht wäre ein FOC nur in Ober- und ausnahmsweise in Mittelzentren genehmigungsfähig. Läge die Kleingemeinde Roppenheim auf deutscher Seite, träfe dies nicht zu. Wir appellieren an die guten nachbarschaftlichen Beziehungen. Daher sollten auch deutsche Vorschriften bei der Entscheidung berücksichtigt werden."

Archivfoto: red

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