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Staufernberger appellieren: Lärm und Gefahren eindämmen
Staufernberger appellieren: Lärm und Gefahren eindämmen
12.10.2018 - 20:25 Uhr
Gernsbach (stj) - Die Anwohner der Staufenberger Straße (Ortsein-/ausgang Richtung Gernsbach) haben sich mit einem Appell an die Stadtverwaltung Gernsbach gewandt, in dem sie Maßnahmen gegen die ihrer Meinung nach steigende Lärmentwicklung und Sicherheitsgefährdung einfordern.

Anlass ist der Lärmaktionsplan, den die Stadt Gernsbach aufgrund der EU-Umgebungslärmrichtlinie und des Bundesimmissionsschutzgesetzes für alle in ihrem Gemeindegebiet befindlichen Hauptverkehrsstraßen erstellen muss (das BT berichtete). In der Staufenberger Straße "ist mit zunehmender Zeit eine Entwicklung festzustellen, die für uns als Anwohner nicht mehr tragbar ist und der Unterstützung von Kommune, Landkreis und Polizei bedarf". Die Betroffenen monieren, dass sich im genannten Bereich "leider so gut wie keiner" an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h halte: Dabei werde "ohne Rücksicht auf Lärmentwicklung und ohne jegliches Gefühl für sicherheitsgefährdendes Fahren" durch den Ort gerast - und zwar von "Pkw, Lkw und vor allem Zweirädern". Des Weiteren ist von manipulierten Auspuffanlagen und überdimensionierten Autoradios die Rede.

Raser gefährden Kinder auf ihrem Schulweg

"Leider wird das ganze Szenario immer abartiger", betonen die Anwohner in ihrem Schreiben und verweisen darauf, dass sich die Raserei durch den ganzen Ort ziehe. "Wie können da Kinder, die aus dem unteren und mittleren Bereich des Dorfs in die Schule müssen, noch sicher gehen?", fragen sie besorgt. Die Parksituation (vor allem in der Dorfmitte) trage ein Übriges zum unsicheren Schulweg bei. Eine farbliche Markierung an zwei Bordsteinen (Kreuzung Staufenberger Straße/Friedhof- und Marktstraße) könne wohl nicht für einen sicheren Schulweg stehen, fordern sie weitere Maßnahmen: "Es muss etwas passieren, bevor etwas passiert."

Ergebnisse des Lärmaktionsplans werden öffentlich diskutiert

Der Entwurf des Lärmaktionsplans lag bis 1. Oktober öffentlich aus. Jetzt werden die Stellungnahmen von der Verwaltung aufgearbeitet. Die Ergebnisse werden bei einer öffentlichen Infoveranstaltung diskutiert. Der Termin für die diese Veranstaltung wird von der Stadt noch bekanntgegeben. Wenn der Lärmaktionsplan verabschiedet ist, hat die Stadt für bestimmte Vorhaben im Bereich der Lärmreduzierung bessere Chancen auf entsprechende Fördermittel.

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