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Herbe Verluste für CSU und SPD
Herbe Verluste für CSU und SPD
14.10.2018 - 18:26 Uhr
München (dpa/red) - Politisches Beben in Bayern: Bei der Landtagswahl hat die erfolgsverwöhnte CSU am Sonntag dramatische zweistellige Verluste hinnehmen müssen und ihre absolute Mehrheit verloren. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder und des Vorsitzenden Horst Seehofer fuhr nach den Prognosen ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 ein und schwächt damit auch ihre Position in der großen Koalition von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die SPD von Natascha Kohnen brach noch stärker ein als vorhergesagt und verlor mit ihrem historisch schlechtesten Landesergebnis ihre Position als zweitstärkste Kraft. Große Wahlgewinner sind Grüne und AfD mit zweistelligen Ergebnissen. Die AfD zieht erstmals ins Maximilianeum ein und ist jetzt in 15 von 16 Landtagen vertreten. Die FDP muss zunächst bangen, ob sie nach fünf Jahren Abwesenheit die Rückkehr ins Parlament schafft. Die Linke scheitert erneut an der Fünf-Prozent-Hürde.

CSU bei 35,5 Prozent

Nach den 18-Uhr-Zahlen von ARD und ZDF kommt die CSU nur noch auf 35,5 Prozent. Die SPD halbiert ihr Ergebnis von 2013 und landet bei 9,5 bis 10,0 Prozent. Zweitstärkste Kraft werden die Grünen mit 18,5 bis 19,0 Prozent - eine Verdoppelung ihres bisherigen Ergebnisses. Drittstärkste Kraft werden die Freien Wähler mit 11,5 Prozent, dicht gefolgt von der AfD, die 11,0 Prozent erzielt. Für die FDP wird der Wahlabend mit 5,0 Prozent zur Zitterpartie. Die Linke kommt mit 3,5 Prozent abermals nicht ins Parlament.

Suche nach Koalitionspartner

Damit muss sich nun die CSU, die Bayern seit 1962 mit Ausnahme der Wahlperiode 2008 bis 2013 allein regiert hat, einen Koalitionspartner suchen. Eine komfortable Mehrheit hätte eine schwarz-grüne Koalition, die Umfragen zufolge auch von vielen Bürgern bevorzugt wird. Söder erklärte jedoch erst am Freitag nochmals, dass das Programm der Grünen mit ihren Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann "nicht koalitionsfähig" sei. Kaum überbrückbar erscheinende Differenzen gibt es vor allem in Fragen der inneren Sicherheit und der Asylpolitik.

Freie Wähler hoffen

Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung machen sich die Freien Wähler von Parteichef Hubert Aiwanger. Nach den ersten Zahlen hätte eine solche Koalition eine hauchdünne Mehrheit. Bei einer Dreierkoalition zusammen mit der FDP von Spitzenkandidat Martin Hagen wäre diese größer - wenn denn die FDP in den Landtag einzieht.

Söder: "Mit Demut"

In einer ersten Reaktion sagte Ministerpräsident Markus Söder, dass die CSU das Ergebnis "mit Demut" zur Kenntnis nehme, aber stärkste politische Kraft bleibe. Er kündigte eine Analyse an, betonte aber zugleich, Verantwortung übernehmen zu wollen. Der Auftrag zur Bildung einer starken Regierung liege bei der CSU. Er wolle schnell, aber auch gründlich zu einer Regierungsbildung kommen.

Foto: dpa

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