http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
Längst nicht alle bekommen Weihnachtsgeld
Längst nicht alle bekommen Weihnachtsgeld
05.11.2018 - 18:44 Uhr

Von Christian Ebner

Wiesbaden - Alle Jahre wieder sollten Arbeitnehmer im November ihre Gehaltsabrechnung besonders aufmerksam lesen. Eine Mehrheit findet dort Sonderzahlungen in unterschiedlicher Höhe, die entweder längst verplant oder für Weihnachtsgeschenke hochwillkommen sind. Vor allem Tarifbeschäftigte können sich auf das Extra zum Jahresende verlassen, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. 87 Prozent dieser Gruppe erhalten danach im Schnitt 2.583 Euro zusätzlich, im Osten etwas weniger, im Westen etwas mehr.

Allerdings sind den IAB-Forschern der Arbeitsagentur zufolge nur noch rund 54 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen tätig, die an einen Flächen- oder Haustarifvertrag gebunden sind - Tendenz weiter rückläufig.

Rund die Hälfte der nicht tarifgebundenen Betriebe orientiert sich aber an den aktuellen Verträgen zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften und zahlt dann dementsprechend auch Jahressonderleistungen. Nicht selten aber unter dem Vorbehalt der Betriebstreue oder erreichter Erfolgsziele.

Denn hinter dem volkstümlichen Begriff Weihnachtsgeld verbergen sich so unterschiedliche Dinge wie Erfolgs- und Treueprämien, freiwillige Boni ebenso wie tariflich festgeschriebene Entgeltansprüche der Beschäftigten. Die Wiesbadener Statistiker erfassen beispielsweise alle zusätzlichen Jahreszahlungen, die laut Tarifvertrag im November oder Dezember ausgezahlt werden müssen.

Jeder Vierte bekommt keine Boni

Mindestens jeder vierte Arbeitnehmer bekommt gar keine zusätzlichen Zahlungen. In die Röhre schauen beispielsweise hunderttausende Gebäudereiniger.

Die tariflichen Weihnachtsgelder sind meist als Prozentsatz eines Monatsgehaltes verankert, so dass die Empfänger von den Lohnzuwächsen in ihrer Branche auch hier profitieren. Dem stehen einige Verträge mit Festbeträgen etwa in der Landwirtschaft oder im Steinkohlebergbau gegenüber. Laut Bundesamt werden die anteilig höchsten Weihnachtsgelder in den Sparten Erdöl- und Erdgasförderung, bei Rundfunkveranstaltern und bei den Energieversorgern gezahlt.

Oft fest eingeplant

Das zusätzlich überwiesene und auch sofort besteuerte Weihnachtsgeld ist bei den meisten Empfängern schon fest eingeplant: Sei es, um aufgelaufene Rückstände auszugleichen, die Urlaubskasse zu füllen oder fürs Alter vorzusorgen, etwa über Direktversicherungen. Zum Jahreswechsel werden typischerweise auch Versicherungsprämien und Mitgliedsbeiträge fällig. Damit schmilzt das Weihnachtsgeld fast genauso schnell wie der erste Schnee. Wie ist bei Ihnen? Bekommen Sie Weihnachtsgeld? Stimmen Sie ab unter www.badisches-tagblatt.de

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Gütersloh
Europäer sehen Vergangenheit rosiger als Gegenwart

05.11.2018
Sehnsucht nach der "guten alten Zeit"
Gütersloh (dpa) - Wer die Vergangenheit positiver sieht als die Gegenwart, ist gegenüber EU und Einwanderung tendenziell kritischer eingestellt. Das sagt eine Bertelsmann-Umfrage. Frauen schauen beim Blick zurück seltener durch eine rosa Brille als Männer (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Baden-Baden
Gefährliches Hindernis: Seil über Waldweg gespannt

05.11.2018
Seil über Waldweg gespannt
Baden-Baden (red) - Das hätte böse enden können: Unbekannte haben in einem Wald beim Fremersberg ein Seil quer über den Weg gespannt. Ein Mountainbiker entdeckte es und meldete den Vorfall der Polizei. Als die Beamten nachschauten, war das Seil verschwunden (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Karlsruhe
Mann schlägt Kontrahenten mit Gürtel

05.11.2018
Mann mit Gürtel geschlagen
Karlsruhe (red) - In Karlsruhe ist ein Mann auf einen anderen losgegangen. Er schlug mit einem Ledergürtel auf Gesicht und Kopf seines Kontrahenten ein. Als Passanten eingriffen, floh der Täter. Das Opfer wurde schwer verletzt. Die Polizei bittet nun um Hinweise (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Düsseldorf
Deutsche kaufen Geschenke immer häufiger online

05.11.2018
Geschenke-Kauf meist online
Düsseldorf (dpa) - Die Verbraucher in Deutschland kaufen laut einer aktuellen Umfrage ihre Weihnachtsgeschenke immer öfter im Internet. Dem stationären Handel drohen deshalb im gerade beginnenden Weihnachtsgeschäft Umsatzeinbußen (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Bühl
Bauarbeiten behindern Busse

05.11.2018
Bauarbeiten behindern Busse
Bühl (red) - Die Citylinie 273 kann von Montag, 5. November, bis voraussichtlich Freitag, 9. November, die Haltestellen "Gasthaus Blume" und "Haus Roth" in Rittersbach sowie "Wolfhagweg" in Waldmatt und "Gasthaus Löwen" in Neusatz nicht anfahren kann (Symbolfoto : red) »-Mehr
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Laut einer aktuellen Umfrage fürchtet sich nahezu jeder Zweite davor, im Alter an Alzheimer oder Demenz zu erkranken. Haben auch Sie Angst davor?

Ja.
Nein.
Damit habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt.


http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
www.los.de/lrs-rastatt/
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz