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Zehntausende Metall-Beschäftigte wollen Arbeitszeit kürzen
Zehntausende Metall-Beschäftigte wollen Arbeitszeit kürzen
12.11.2018 - 19:28 Uhr
Stuttgart/Rastatt/Gaggenau (vo) - Die neuen Wahlmöglichkeiten zur Arbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie stoßen bei den Beschäftigten in Baden-Württemberg auf reges Interesse: 2019 wollen bislang rund 46.500 Arbeitnehmer anstelle von einer Entgeltkomponente lieber acht zusätzliche freie Tage nehmen.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der IG Metall unter Betriebsräten aus 325 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, sagte am Montag dazu: "Die große Zahl an Interessenten zeigt, dass unser Tarifvertrag die richtigen Bedürfnisse bedient - endlich haben auch Beschäftigte die Möglichkeit, Freiräume zu nehmen und Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen." In den nächsten Tagen rechnet die IG Metall mit weiteren rund 10.000 Anträgen auf freie Zeit statt Geld, die noch erfasst werden müssen.

Reduzierung der Arbeitzeit auf 28 Stunden

Laut Tarifvertrag können Beschäftigte, die Kinder bis acht Jahre erziehen, Angehörige pflegen oder in Schicht arbeiten, zwischen acht freien Tagen und dem sogenannten tariflichen Zusatzgeld (27,5 Prozent eines Monatsentgelts) wählen. Der Tarifvertrag sichert zudem allen Beschäftigten einen Anspruch auf Reduzierung ihrer Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für bis zu zwei Jahre zu - dafür haben sich der Umfrage zufolge rund 2.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg entschieden.

Drei Viertel der Anträge kommen von Schichtarbeitern

Besonders groß ist das Interesse an zusätzlicher Freizeit unter Schichtarbeitern: Sie stellen mit 75 Prozent den Löwenanteil unter den Anträgen, gefolgt von Beschäftigten mit Kindern (20 Prozent). Bis Jahresende sollen Arbeitgeber und Betriebsrat gemeinsam über eine praktikable Umsetzung beraten, so steht es im Tarifvertrag. Dies könnten laut Zitzelsberger zum Beispiel Qualifizierungen oder Aufstockungen von Teilzeitbeschäftigten sein.

Foto: dpa

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