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Wald soll Kiesabbau weichen
Wald soll Kiesabbau weichen
16.11.2018 - 08:10 Uhr
Baden-Baden (hol) - Der Baggersee bei Sandweier soll in den kommenden Jahren um die Fläche von mehr als 20 Fußballfeldern wachsen. Ein entsprechend großes Waldgebiet soll verschwinden.

Das sehen die Pläne für die Erweiterung des Kiesabbaus bei Sandweier vor, denen der gemeinderätliche Bauausschuss am Donnerstag geschlossen zustimmte.

Zuvor hatte bereits der Ortschaftsrat im Topidorf den entsprechenden Plänen der Firma Kühl den Segen gegeben. Am 26. November wird der Gemeinderat voraussichtlich die endgültige Genehmigung erteilen. Dann ist der Abbau von Kies an dieser Stelle für weitere 15 Jahre gesichert, wie es gestern im Bauausschuss hieß. Die neue Abbaufläche ist etwa 18,3 Hektar groß und enthält laut Gutachten etwa 5,4 Millionen Kubikmeter abbaubaren Kies. Der Baggersee wird auf seiner neuen Fläche eine Tiefe von 20 bis 30 Metern haben.

Umfangreiche Aufforstungen

Die Erweiterungsfläche liegt dort, wo heute der Badestrand ist sowie auf der Waldfläche jenseits der Zufahrtsstraße zum Bad. Deshalb ist auch der Umzug des Badestrands um etwa 500 Meter nach Osten zur sogenannten Forlenspitze geplant (wir berichteten). Sobald der Badestrand dort neu gebaut ist, kann die Firma Kühl auf dem jetzigen Strandbad-Areal mit dem Abbau von Kies beginnen. Zuletzt hieß es aus dem Rathaus, dass das im Jahr 2020 der Fall sein wird.

Ausgleichsmaßnahmen für Abholzung

Als Ausgleich für die wegfallende Waldfläche von 17,4 Hektar ist um den neuen Abbaubereich eine Rekultivierung geplant, bei der Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen erhalten und neu geschaffen werden sollen. Außerdem sollen derzeit asphaltierte Flächen im benachbarten ehemals von der französischen Armee genutzten Puysegur-Areal entsiegelt werden. Zudem wird es Aufforstungen in gleicher Größe bei Sinzheim, Rheinmünster, Bühl, Achern und Willstätt sowie bei Steinbach, Varnhalt und Sandweier geben. Die Suche nach Ausgleichsflächen sei schwierig gewesen, hieß es von der Verwaltung.

Archivfoto: vgk

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