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Karlsruher U-Bahn-Kunst: Lüpertz versteht Kritik nicht
17.12.2018 - 06:52 Uhr
Karlsruhe (lsw) - Ab Ende 2020 soll Karlsruhe eine U-Bahn bekommen - und eine neue Kunstattraktion. Künstler Markus Lüpertz, der das Kunstwerk erschaffen soll, hat sich nun verblüfft über die harsche Kritik in der Fächerstadt geäußert.

"Ich hatte mit keinem Wort gesagt, was ich machen würde - und gleich gab es die Diskussion, ob man das überhaupt machen dürfe."

Lüpertz will für sieben U-Bahn-Haltestellen 14 reliefartige Keramiktafeln schaffen, jede zwei mal vier Meter groß. Mit dem Kampfbegriff seiner Kritiker - "keramische Kirchenkunst" - kann er wenig anfangen. "Genesis", so der Titel des Projektes, sei ein uraltes Thema in der Kunst, betont der frühere Rektor der Düsseldorfer und Karlsruher Kunstakademie.

Partner, Spender und Sponsoren bereits im Boot

Starten soll das Projekt demnächst: Initiator Anton Goll, der frühere Geschäftsführer der Staatlichen Majolika Karlsruhe, in der die Keramiktafeln gebrannt werden sollen, hat nach eigenen Angaben alle 14 Hauptpartner für die einzelnen Kunstwerke sowie weitere Spender und Sponsoren gewonnen. Sie sollen das Projekt finanzieren.

Golls Verein "Karlsruhe Kunst Erfahren" will etwa eine Million Euro sammeln. Die zum Start nötigen 750 000 Euro seien schon fast zusammen. "Lüpertz kann wohl noch vor Weihnachten sein Atelier in der Majolika beziehen und sich ans Werk machen", sagt Goll. "Rund zwölf Tonnen Ton warten darauf, zum Kunstwerk geformt zu werden."

Fotos: dpa

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