https://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Verdi ruft erneut zu Streiks bei Amazon auf
Verdi ruft erneut zu Streiks bei Amazon auf
17.12.2018 - 11:41 Uhr
Leipzig/Werne (dpa) - Mitten im Weihnachtsgeschäft hat die Gewerkschaft Verdi abermals zu Streiks beim Versandhändler Amazon aufgerufen.

An den Standorten Leipzig und Werne legten Beschäftigte zum Wochenbeginn in der Frühschicht die Arbeit nieder. "Es besteht die Gefahr, dass Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig ankommen", sagte ein Sprecher von Verdi in der Nacht zum Montag. Amazon widersprach dem. Die Gewerkschaft kämpft seit 2013 erfolglos für einen Tarifvertrag für die rund 16.000 Beschäftigten des US-Händlers in Deutschland.

Entwarnung: Geschenke kommen rechtzeitig an

Verdi rief Amazon-Mitarbeiter des Versandhandelszentrum Sachsen in Leipzig auf, bis Heiligabend zu streiken. Am Standort Werne in Nordrhein-Westfalen sollen sie zunächst bis Dienstagabend streiken. Der Ausstand könnte jedoch bald auf mehr Standorte und längere Zeit ausgeweitet werden, sagte ein Sprecher. Die Gewerkschaft hatte die Beschäftigten am Standort Rheinberg nahe Duisburg bereits vergangene Woche zum Arbeitskampf aufgerufen.

Amazon erklärte, an den Streiks in Leipzig und Werne am Montag in der Früh hätten weniger als 350 Mitarbeiter teilgenommen. Sorgen, dass Geschenke nicht rechtzeitig zu Weihnachten ankommen könnten, seien unbegründet. Man sei gut vorbereitet. "Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens", hieß es. Die "überwältigende Mehrheit" der Mitarbeiter arbeite normal.

Verdi fordert Tarifvertrag

Mit dem Streik will Verdi die Forderung unterstreichen, Arbeitsbedingungen tarifvertraglich zu regeln. Die Gewerkschaft fordert Amazon seit mehr als fünf Jahren dazu auf, Tarifverhandlungen analog zum Einzel- und Versandhandel zu führen. Der US-Konzern lehnt dies ab. Amazon sieht sich als Logistikunternehmen und verweist darauf, dass die Bezahlung in den elf deutschen Versandzentren am oberen Ende dessen liege, was in der Logistikbranche üblich sei.

Amazon biete den Mitarbeitern in den Versandzentren Überstundenzuschläge, Boni bei entsprechender Leistung, berufliche Ausbildung sowie Mitarbeiteraktien. Die Beschäftigten hierzulande stiegen mit einem Lohn von mindestens 10,78 Euro brutto pro Stunde ein und bekämen nach zwei Jahren im Schnitt knapp 2.400 Euro im Monat inklusive Zusatzleistungen wie Boni.

Foto: dpa

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Rastatt
Mehrfachtäter erneut vor Schöffengericht

17.12.2018
Mehrfachtäter erneut vor Gericht
Rastatt (red) - Ein 26-jähriger Mann muss sich heute vor dem Schöffengericht Rastatt unter anderem wegen Einbruchs, Diebstahls in mehreren Fällen, Urkundenfälschung und unerlaubten Besitzes von Dopingmitteln verantworten. Der Kosovare sitzt seit Juli in U-Haft (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Gaggenau
Team denkt beim Aussortieren schon an den nächsten Murgtal-Basar

17.12.2018
Viel Geld für soziale Projekte
Gaggenau (red) - Der Verein "Im Murgtal fürs Murgtal" hat Bilanz über den erneut sehr erfolgreichen Murgtalbasar gezogen. "Mit den Einnahmen von über 39 000 Euro unterstützen wir viele kleinere und größere soziale Projekte im Murgtal", freut sich Vorsitzende Kristine Kohlbecker (Foto: Archiv). »-Mehr
Baden-Baden
Diskussion um Parkplätze

15.12.2018
Diskussion um Parkplätze
Baden-Baden (sre) - Die Pläne für zusätzliche Parkplätze an der Geroldsauer Mühle sorgten für Diskussionen im Bauausschuss. Stadtrat Schmoll lehnt die Änderung ab, solange nicht die Möglichkeiten einer besseren Radwegeverbindung sowie Bustaktung ausgeschöpft seien (Foto: wiwa). »-Mehr
Stuttgart / Baden-Baden
Südwesten punktet mit Innovationskraft

15.12.2018
Hohe Innovationskraft
Stuttgart/Baden-Baden (vo) - Technische und wirtschaftliche Innovation wird großgeschrieben in Baden-Württemberg. Das verhilft dem Südwesten schon seit einigen Jahren zum Spitzenplatz nicht nur bundesweit, sondern darüber hinaus in der gesamten EU. (Foto: dpa). »-Mehr
Rottenburg
Formanstieg im Derby bestätigen

15.12.2018
Bisons reisen nach Rottenburg
Rottenburg (red) - Bereits gegen Lüneburg zeigten sich die Volleyball Bisons Bühl formverbessert, am Samstag gastiert der Bundesligist beim TV Rottenburg zum Derby. Auf der Libero-Position kommt nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ruiz nun Tim Stöhr zum Zug (Foto: toto). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.los-rastatt.de
Umfrage

Jeder dritte Deutsche könnte sich laut einer Umfrage vorstellen, sich einen Chip implantieren zu lassen, um die eigenen Gesundheitsdaten zu überwachen. Sie auch?

Ja, das fände ich beruhigend.
Ja, wenn man das mit einem Notrufsystem kombinieren könnte.
Nein.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz