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Drei Tote nach Schüssen in Heidelberger Hochhaus
Drei Tote nach Schüssen in Heidelberger Hochhaus
19.12.2018 - 07:13 Uhr

Heidelberg (dpa) - In einem Heidelberger Hochhaus hat ein 71-Jähriger nach ersten Erkenntnissen seine Frau und den erwachsenen Sohn erschossen. Danach soll er sich selbst getötet haben. Zu den Hintergründen der Tat wurde zunächst nichts bekannt.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fanden die Ermittler in der Wohnung eine Pistole. Laut Polizei wiesen alle Gefundenen Schussverletzungen auf. Der Rentner hatte für sie eine Waffenbesitzkarte - also eine Genehmigung zum Kauf und Besitz von erlaubnispflichtigen Waffen.

Motiv und Einzelheiten zur Tat müssen noch geklärt werden
Eine Anwohnerin hatte Schüsse gehört und am Dienstagabend den Notruf gewählt. Daraufhin rückte ein Spezialeinsatzkommando zu dem Hochhaus im Stadtteil Emmertsgrund aus und brach die Tür zur Wohnung des Ehepaars im 15. Stock auf. Im Inneren entdeckten die Polizisten die drei Toten - den 43 Jahre alten Sohn des Paares, dessen 75-jährige Mutter und den Familienvater. Der Sohn wohnte nach Auskunft der Ermittler nicht bei seinen Eltern. Motiv und Einzelheiten zur Tat müssten noch geklärt werden, sagte ein Sprecher. Kriminaltechniker waren am Mittwoch zunächst noch am Tatort.

SEK sprengt Türen auf
Das Spezialeinsatzkommando war Anwohnern zufolge mit rund zwanzig Fahrzeugen und einem Hubschrauber angerückt. Auch Polizeihunde waren im Einsatz und mehrere Rettungswagen. Etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht drangen die Einsatzkräfte mit schwarzen Helmen und Schutzwesten in die Wohnung im obersten Stock vor, sie sprengten zwei Türen auf. Anwohner sagten, sie hätten einen lauten Knall gehört.

Gegend gilt als sozialer Brennpunkt
Der Bereich um das Hochhaus war zeitweise großräumig abgesperrt. Der Hausmeister sagte, die Polizei sei in dem Mehrfamilienhaus öfter im Einsatz. Die Gegend gilt als sozialer Brennpunkt. Der etwa 200 Hektar große Stadtteil liegt südöstlich der bei Touristen beliebten Heidelberger Altstadt.
Hochhäuser sind in dem Stadtteil typisch, wie aus dessen Internetseite hervorgeht. Wegen der in den 1960er Jahren bestehenden Wohnungsnot war den Angaben zufolge damals beschlossen worden, eine Großwohnsiedlung mit Tausenden Wohnungen zu bauen. 1973 wurden demnach die ersten dieser Gebäude in Emmertsgrund fertig gestellt. Den einen Emmertsgrund gebe es aber nicht, heißt es auf der Homepage. "Der Stadtteil besteht aus verschiedenen Quartieren, die sich erheblich voneinander unterscheiden."

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