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Windenergie: Ausbau stockt
Windenergie: Ausbau stockt
23.01.2019 - 16:28 Uhr
Stuttgart (lsw) - Der Ausbau der Windenergie im Südwesten stockt. Nach 123 Anlagen im Jahr 2017 seien im vergangenen Jahr nur 35 Windräder in Baden-Württemberg neu gebaut worden, teilte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart mit. "Das war das erwartet schwierige Jahr."

Als Grund nannte er die Umstellung der Förderung auf ein Ausschreibungssystem ohne Ausbauquote für den Süden Deutschlands. 2018 seien nur noch für 27 Anlagen Genehmigungen erteilt worden.

EnBW-Chef fordert Quote

Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns EnBW, Frank Mastiaux, forderte eine feste Quote für den Süden. Unterstützung kommt auch vom NABU-Landesvorsitzenden Johannes Enssle. Obwohl es Konflikte gebe, müsse die Windenergie zum Ausbau der erneuerbaren Energien dazugehören.

44 neue Anlagen genehmigt

Ende 2018 produzierten 720 Windräder in Baden-Württemberg Strom. Insgesamt seien 44 weitere Anlagen genehmigt und könnten gebaut werden. Damit könnte die installierte Leistung von mehr als 1.500 Megawatt (MW) um weitere 155 MW steigen.

Alle Windräder im Südwesten zusammen produzieren bei günstigem Wind etwa so viel Strom wie der noch arbeitende Block 2 des Atomkraftwerks Philippsburg. "Die Windkraft ist eine Säule der Energiewende auch in Baden-Württemberg und damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz", wertete Untersteller die Zahlen.

Vor Ort produzieren

Aus Sicht von EnBW-Chef Frank Mastiaux muss der Süden bei Windkraftanlagen deutlich aufholen. Aus Transport- und Kostengründen müsse Windenergie jedoch viel stärker dort produziert werden, wo sie verbraucht wird. "Windkraft muss deshalb gleichmäßiger verteilt werden. 25 Prozent der Windparks sollten daher südlich der Mainlinie gebaut werden", sagte der Chef von Deutschlands drittgrößtem Stromkonzern.

EnBW im Wandel

Die ehemals atomlastige EnBW hat sich in den vergangenen Jahren einem grundlegenden Wandel verschrieben und seit 2010 die Ökostrom-Sparte stark ausgebaut. Bis 2025 sollen weitere rund fünf Milliarden Euro in Erneuerbare Energien investiert werden, das meiste in Windkraft. Die derzeit rund 1.000 MW installierter Leistung zu Land und auf hoher See sollen bis 2025 auf 3.500 MW erweitert werden. Auch will Mastiaux das Know-how international in ausgewählten Ländern vermarkten.

Foto: dpa

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