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Daimler mit starkem Gewinneinbruch im Jahr 2018
Daimler mit starkem Gewinneinbruch im Jahr 2018
06.02.2019 - 09:20 Uhr
Stuttgart (dpa) - Nach einem herben Gewinneinbruch im vergangenen Jahr hat Daimler-Chef Dieter Zetsche neue Sparmaßnahmen im Blick. Für die Mitarbeiter bedeutet das, dass ihre Prämie deutlich geringer ausfällt.

Die rund 130.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns erhalten in diesem Jahr nur 4.965 Euro Ergebnisbeteiligung nach 5.700 im Vorjahr, wie Daimler am Mittwoch mitteilte. Grundlage für die Ermittlung der Prämie ist eine Berechnungsformel, die den Gewinn vor Zinsen und Steuern und die Umsatzrendite miteinander verknüpft.

Die Profitabilität der Pkw-Sparte hatte im vergangenen Jahr unter dem Handelsstreit zwischen den USA und China und Auslieferungsstopps bei einzelnen Dieselmodellen gelitten. "Damit können und wollen wir nicht zufrieden sein", sagte Zetsche am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. "Deshalb haben wir begonnen, umfassende Gegenmaßnahmen zu erarbeiten."

Wie genau die aussehen sollen, ließ Zetsche zunächst offen. Ein Stellenabbau sei aber nicht geplant, sagte ein Sprecher. Für die Stammbelegschaft in Deutschland sind betriebsbedingte Kündigungen ohnehin ausgeschlossen.

2018 musste Daimler einen herben Gewinneinbruch hinnehmen. Unterm Strich ging das Ergebnis um 29 Prozent auf 7,25 Milliarden Euro zurück. Die Erlöse konnte Daimler vor allem dank der Lastwagensparte um zwei Prozent auf 167,36 Milliarden Euro steigern. "Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind", sagte der scheidende Konzernchef Dieter Zetsche. Er übergibt nach 13 Jahren an der Konzernspitze bei der Hauptversammlung im Mai die Führung an Entwicklungschef Ola Källenius.

Zum Handelsstreit zwischen China und den USA kamen auch noch Kosten für Dieselrückrufe und für das früher verwendete Kältemittel R134a. Der neue Abgas- und Verbrauchsstandard WLTP belastete ebenfalls, weil nicht alle Modelle den Kunden angeboten werden konnten

Einen ausführlichen Bericht von unserem BT-Redakteur bei der Bilanzpressekonferenz lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts und ab 4 Uhr am Donnerstagmorgen im E-Paper.

Symbolfoto: dpa

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