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Weinkauf als Betrugsmasche
Weinkauf als Betrugsmasche
06.02.2019 - 20:06 Uhr

Baden-Baden (red) - Gastronomen und Hoteliers im Raum Baden-Baden sehen sich derzeit mit einer dreisten Betrugsmasche konfrontiert.

So erhielten Mitarbeiter eines Hotels bereits am Sonntag einen Anruf eines unbekannten Mannes aus London, der sich über die Möglichkeit des Kaufes von hochwertigen Weinen und Champagner erkundigte. Im weiteren Verlauf vereinbarte man ein entsprechendes Geschäft. Hierzu wurden von dem vertrauenswürdig auftretenden Anrufer Kreditkartendaten übermittelt.

Wie die Polizei zwischenzeitlich feststellte, wurden diese Daten jedoch in einem anderen Land ausgespäht und unberechtigt benutzt. Noch bevor der Betrug aufflog, hatte ein Kurier die Waren bereits abgeholt. Es entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.

Am Montag versuchte die mutmaßliche Bande dann erneut ihr Glück - dieses Mal bei einem Restaurant. Mit der identischen Masche sollten auch in diesem Fall diverse edle Alkoholika mit falschen Kreditkartendaten bezahlt und anschließend abgeholt werden. Den Gastronomen fiel der Schwindel jedoch auf. So konnte ein 19-jähriger Kurier, der die Ware abholen wollte, festgenommen werden.

Dieser war nach Polizeiangaben vom Mittwoch wohl nur ein "Handlanger". Die Drahtzieher der Masche vermutet die Polizei im Ausland. Nach bisherigem Ermittlungsstand gerieten noch zwei weitere Gaststätten ins Visier der unbekannten Täter. Doch auch hier misslang der Betrug.

Die Polizei hat ein paar Tipps zum Schutz vor Kreditkartenbetrug zusammengestellt:

- Bei telefonischer Abwicklung immer misstrauisch sein.

- Abbuchungen der eigenen Kreditkarte regelmäßig und zeitnah prüfen - am besten online.

- Kreditkartendaten niemals per E-Mail, SMS oder andere Messenger-Dienste versenden: Die Daten könnten mitgelesen werden.

- Kreditkarte nur bei Bedarf mitnehmen.

- Die Geheimzahl nie mitführen und zu Hause getrennt von der Karte aufbewahren.

- Belege und Abrechnungen schnell vernichten - dort ist die Kreditkartennummer in der Regel aufgeführt.

- Online nur mit Kreditkarte bezahlen, wenn ein sicheres System - z.B. mit SSL-Verschlüsselung - angeboten wird. Dies ist an der Internetadresse https erkennbar.

- Geldautomaten auf Manipulationen prüfen.

- Beim Bezahlen dabei bleiben, damit die Kartendaten nicht abgeschrieben oder abfotografiert werden. Diese reichen laut Polizei für einen Betrug aus.

- bei Verlust der Karte oder unberechtigter Abbuchung diese sofort über den Sperrnotruf 116116 aus dem Verkehr nehmen.

- Auffälligkeiten sofort schriftlich bei der Bank melden.

- bei Betrug sofort Anzeige bei der Polizei erstatten.

Symbolfoto: dpa

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