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PFC-Flächen weiten sich aus
PFC-Flächen weiten sich aus
22.02.2019 - 13:52 Uhr
Rastatt (red) - Die Fläche der mit PFC belasteten Böden ist nach der Untersuchung neuer Verdachtsfälle in den Kreisen Rastatt und Baden-Baden um 130 auf nunmehr 775 Hektar angestiegen. Das geht aus der Bewertung des Vorerntemonitorings 2018 hervor, die das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe am Freitag veröffentlichte.

Ende des vergangenen Jahres wurden weitere Verdachtsflächen untersucht. Danach mussten im Landkreis Rastatt 77 und im Stadtkreis Baden-Baden 53 Hektar neu als belastet eingestuft werden.

Deutlich mehr Weizen belastet

Untersucht wurde auch, wie sich die extreme Trockenheit des vergangenen Sommers auf die Aufnahme von PFC durch Pflanzen auswirkt. Laut RP zeigten einige Kulturen ein deutlich geändertes Aufnahmeverhalten. So fiel der Anteil auffälliger Weizenproben deutlich höher als erwartet aus. Die Anbauempfehlungen für die Landwirte wurden entsprechend geändert, teilte die Behörde weiter mit. Bei den übrigen beprobten Kulturen wurde hingegen nur ein kleiner Anteil mit einen geringen PFC-Gehalt festgestellt, was die Erwartungen bestätigte.

Weitere Beschränkungen möglich

Wie das RP weiter berichtet, hat die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA im Dezember eine neue Risikobewertung für die langkettigen PFC-Verbindungen PFOS und PFOA veröffentlicht. Darin wurde die bisherige tolerierbare tägliche Aufnahmemenge durch eine wöchentliche Höchstgrenze ersetzt. Zugleich wurde diese in der Summe abgesenkt. Dies könne dazu führen, dass betroffene Erzeugnisse nicht mehr in den Umlauf gebracht werden dürfen. Betroffen sind vor allem tierische Innereien und Fische aus mit PFC belasteten Seen.

Erzeugnisse werden vor der Ernte untersucht

PFC ist eine Gruppe von rund 4.730 verschiedenen Stoffen, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein. Sie kommen in vielen Produkten vor, gelangen aber auch ins Grundwasser und in Böden, wo sie nur schwer abbaubar sind. Bei dem Vorerntemonitoring werden landwirtschaftliche Produkte untersucht, die auf Flächen angebaut wurden, die mit PFC belastet sind oder im Verdacht stehen, belastet zu sein. Unterschiedliche Pflanzen und Tiere nehmen die Stoffe in sehr unterschiedlicher Intensität auf. Weisen die Proben zu hohe Belastungen auf, dürfen die auf den Flächen erzeugte Produkte nicht verkauft werden. Die Proben werden etwa zehn Tage vor der geplanten Ernte genommen und untersucht.

Symbolfoto: dpa

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