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Elefantenkuh Rani ist tot
Elefantenkuh Rani ist tot
24.02.2019 - 09:42 Uhr
Karlsruhe (red) - Trauer im Karlsruher Zoo: Die 63-jährige Elefantenkuh Rani ist am Samstag gestorben. Sie war als zweijähriges Wildtier in Indien gefangen und nach Karlsruhe gebracht worden. Rani war der älteste Elefant Deutschlands und der zweitälteste in Europa.

"Sie war eines der bekanntesten und charismatischsten Tiere. Generationen von Besuchern kannten sie. Rani stand wie kein anderes Tier über Jahrzehnte als ein Symbol unseres Zoos. Wir alle trauern um sie", sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt laut einer am Sonntagmorgen veröffentlichten Mitteilung.

Enormes Alter erreicht

Rani kam als zweijähriges Jungtier am 12. Oktober 1957 als Wildfang aus Indien nach Karlsruhe. Seit einigen Jahren war sie der älteste Elefant Deutschlands und der zweitälteste Europas. "Außer einigen altersbedingten Einschränkungen wie Arthrose in den Gelenken war sie bis zuletzt bei guter Gesundheit", berichtet Zootierärztin Julia Heckmann. Während Elefanten in der Natur nur in Ausnahmefällen älter als 40 Jahre werden, hat es Rani bei guter Pflege zu einem enormen Alter gebracht.

Einschränkungen durch Arthrose

Rani litt an Arthrose, weshalb ihre Beine nicht mehr so beweglich waren. So kam es einige Male vor, dass dem Tier wieder hochgeholfen werden musste, als es sich ablegte. Zuletzt war das 2015 der Fall gewesen. "Bei älteren Elefanten passiert es immer mal wieder, dass sie sich hinlegen und nicht mehr hochkommen. Dafür sind wir ausgerüstet und können schnell und effektiv reagieren", erklärt Revierleiter Robert Scholz.

Rettungsaktion gestartet

Als die Tierpfleger Rani gestern Morgen liegend fanden, wurden direkt alle Maßnahmen eingeleitet, um dem dreieinhalb Tonnen schweren Tier wieder auf die Beine zu helfen. Mit Spezialgurten, im Elefantenhaus installierten Schwerlastkränen und speziellen Luftkissen konnte Rani wieder aufgerichtet werden.

Beine weggeknickt

Dass die Rettungsaktion trotzdem nicht zu einem Happy End führte, lag an Ranis Körper. Während das Tier noch in den Gurten hing, versuchte es, auf den Vorderbeinen zu stehen. "Die Beine hinten, vor allem das auf der rechten Seite, konnten jedoch das Gewicht des Tiers nicht mehr tragen", berichtet Scholz. Die Beine sind immer wieder weggeknickt, die Pfleger mussten das Tier immer wieder ablassen.

Friedlich eingeschlafen

Um dem Tier Leid zu ersparen, wurde entschieden, Rani zu erlösen. Dafür wurde eine weitere Tierärztin angefordert, die sich auf die Narkose von Zootieren spezialisiert hat. Noch während der Vorbereitungen versagte jedoch bei Rani der Kreislauf. "Sie war ganz ruhig, wir hörten noch ein letztes Schnaufen, dann konnte ich nur noch den Tod feststellen", sagt Heckmann.

Foto: Zoo Karlsruhe

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