https://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Urabstimmung bei den Busfahrern
Urabstimmung bei den Busfahrern
24.02.2019 - 18:20 Uhr
Stuttgart (lsw) - Die Zeichen stehen auf Sturm. Von Montag an sollen die Gewerkschaftsmitglieder bei den privaten Busfirmen im Land befragt werden. Stimmen drei Viertel zu, wird gestreikt - mit offenem Ende. Vergangenen Montag waren die letzten Gespräche zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi knapp gescheitert.

Beide Seiten hatten sich schon bei der Laufzeit des neuen Tarifvertrags angenähert. Bei den Prozenten kam man nicht zusammen. Der Verband der privaten Omnibusfirmen hatte statt 5,8 Prozent Lohnplus bei einer Laufzeit von drei Jahren 5,3 Prozent für zwei Jahre geboten. Verdi hatte ursprünglich 5,8 Prozent für ein Jahr gefordert. Laut der Gewerkschaft sind von den Verhandlungen rund 9.000 Beschäftigte privater Busunternehmen betroffen.

Verdi: Angebot "nicht abschlussfähig"

Verdi hatte am Montag nach stundenlanger Verhandlung abgebrochen. "Was heute auf dem Tisch lag, war so nicht abschlussfähig", sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Schackert im Anschluss. "Denn: mit diesem Angebot würde sich die Lücke zum kommunalen Nahverkehr weiter vergrößern statt verkleinern." Laut Verdi haben die meisten Kommunen private Firmen für den Busverkehr beauftragt. Etwa 90 Prozent der Firmen, schätzt Schackert, hängen von der öffentlichen Hand ab.

Schackert macht den Sparzwang der Kommunen für die angespannte finanzielle Lage der Busfirmen verantwortlich - und liegt zumindest hier auf Linie mit dem Arbeitgeberverband. Die Ausschreibungs- und Vergabepraxis habe gezeigt, dass allein über den Preis entschieden werde, sagt ein Sprecher des Busverbands WBO. Die im Gesetz eigentlich vorgesehene Tariftreue, also ob die Firmen später Tariflöhne zahlen, werde nicht überprüft. Theoretisch müssten sich auch Firmen, die sich nicht an Tarifverträge halten, an dem Lohnniveau orientieren.

Gemeindetag: Nicht nur der Preis entscheidet

Der Gemeindetag betont jedoch: Bei Vergabeverfahren sei es nicht zwingend so, dass das preisgünstigste Angebot den Zuschlag erhalten müsse, so eine Sprecherin. Gerade bei Vergaben für den Buslinienverkehr komme es auch auf Taktung der Fahrten, Fahrzeugflotte oder Ausfallsicherheit an.

Kein Ausstand bis Ende der Ferien

So oder so: Bis nach den Fastnachtsferien müssen Fahrgäste in Baden-Württemberg erst einmal keine Warnstreiks oder Streiks befürchten. Nur wenn ein Unternehmen die Urabstimmung behindere, werde man die mit Warnstreiks durchsetzen, kündigte Schackert an. Was danach kommt, ist allerdings offen. In den vergangenen Wochen hatte die Gewerkschaft immer wieder zu Warnstreiks in zahlreichen Städten Baden-Württembergs aufgerufen. Vielerorts wurde der komplette Linienverkehr lahmgelegt.

Foto: dpa

BeiträgeBeitrag schreiben 
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
https://www.freizeitmessen-freiburg.de/
Umfrage

Am Wochenende soll in Baden der erste unter Folien angebaute Spargel auf den Markt kommen. Greifen Sie gleich zu?

Ja.
Nein, ich warte noch ab.
Ich esse keinen Spargel.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz