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Gefährliche Stechmücken breiten sich aus
Gefährliche Stechmücken breiten sich aus
25.02.2019 - 11:55 Uhr
Müncheberg (dpa) - Das aktuelle milde Wetter hat bereits die ein oder andere Mücke ins Freie gelockt. Während die heimischen Mückenarten eher tiefere Gewässer für die Eiablage benötigen, reicht den eingewanderten Arten meist ein geringer Wasserstand.

Gerade die eingewanderten, oft exotischen Arten sind auch für den Menschen gefährlich. Sie tragen Viren schwerer Tropen-Krankheiten wie West-Nil-, Chikungunya-, Dengue- oder auch Zika-Fieber in sich, die sie auf den Menschen übertragen können. "Drei dieser Arten haben sich bereits in Deutschland etabliert", sagt Mücken-Expertin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg (Brandenburg).

Dazu gehöre die Asiatische Tigermücke, von der es in Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und auch in Hessen Populationen gebe. Die Japanische Buschmücke habe bis auf Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und die nördlichen Bundesländer Deutschland bereits erobert. Hinzu kommt laut Walther die Art Aedes koreicus, für die es noch keine deutsche Bezeichnung gibt. Zunächst war sie im bayrischen Augsburg entdeckt worden, eine Population gibt es inzwischen in Wiesbaden (Hessen).

Bislang keine schweren Infektionsfälle

Bisher sei deutschlandweit noch kein Fall bekannt, bei dem eine schwere, lebensgefährliche Erkrankung auf einen Mückenstich zurückzuführen war, erklärt die Wissenschaftlerin. "Es hat noch nicht geknallt, aber die Wahrscheinlichkeit steigt. Je wärmer es in Deutschland wird, umso besser sind die Bedingungen dafür, dass sich die Viren in den Mücken vervielfältigen." Sie bemängelt die mangelnden Präventivmaßnahmen gegen die gefährlichen Mückenarten.

Asiatische Tigermücke im Südwesten heimisch geworden

Im Südwesten Deutschlands untersucht die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) seit mehr als 20 Jahren unter anderem das Auftreten der Asiatischen Tigermücke und hilft bei deren Bekämpfung mit. Als wirksam erwiesen haben sich Eiweiße des Bakteriums Bacillus thuringiensis israelensis (BTI). Sie töten Mückenlarven ab.

In diesem Jahr seien die Mücken früh dran, sagt die Biologin Walther. Als Startmonate gelten in der Regel März und April.

Foto: dpa

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