http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Brexit: May bietet Verschiebung an
Brexit: May bietet Verschiebung an
26.02.2019 - 14:41 Uhr
London (dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May will das Parlament über eine Brexit-Verschiebung abstimmen lassen. Das sagte May am Dienstag in einer Erklärung vor dem Unterhaus. Sollte ihr Abkommen bis zum 12. März erneut abgelehnt werden, will May die Abgeordneten zunächst darüber entscheiden lassen, ob das Land die EU am 29. März ohne Abkommen verlassen soll. Sollten die Parlamentarier einen ungeregelten Brexit ablehnen, will May über eine Verschiebung des EU-Austritts abstimmen lassen.

"Das Vereinigte Königreich wird am 29. März nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Unterhauses ohne Deal austreten", sagte May.

Sollten die Parlamentarier einen ungeregelten Brexit ablehnen, will May über eine Verschiebung des EU-Austritts abstimmen lassen. Noch am Montag hatte die Premierministerin erklärt, sie halte am Austrittsdatum 29. März fest.

Offener Widerstand von Regierungsmitgliedern

Ob sich die Rebellen von Mays Angebot abhalten lassen werden, ist unklar. Die Regierungschefin könnte bei einer Abstimmung am Mittwoch über die weiteren Brexit-Schritte die Kontrolle über das Verfahren verlieren. Mehrere Regierungsmitglieder drohen offen damit, für einen Antrag zu stimmen, der May zum Verschieben des Austritts zwingen könnte.

Bis zu 15 Parlamentarische Staatssekretäre seien bereit, ihre Ämter niederzulegen, berichtete die "Daily Mail" am Dienstag. Drei bekannten sich dazu, im Notfall parteiübergreifend im Parlament gegen May zu stimmen, um einen No-Deal-Brexit abzuwenden: Industrie-Staatssekretär Richard Harrington, Margot James (Digitales) und Claire Perry (Energie). Die Regierung müsse einen kühlen Kopf bewahren, heißt es in einem Gastbeitrag der drei Politiker in dem Blatt. Die Folgen eines No Deal wären für die Wirtschaft gravierend.

Gravierende Folgen auch für die deutsche Wirtschaft

Auch in Deutschland werden bei einem ungeordneten Brexit Milliardenbelastungen erwartet: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet in diesem Fall mit einem Rückschlag für die deutsche Wirtschaft in der Größenordnung von mindestens einem halben Prozent des Bruttoinlandsprodukts. "Das wären rund 17 Milliarden Euro weniger Wirtschaftskraft allein in diesem Jahr", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang in Berlin. Großbritannien werde dann in eine Rezession stürzen.

Labour für erneutes Referendum

Für einen Paukenschlag sorgte am Montagabend der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn: Er kündigte an, seine Partei stelle sich hinter die Forderung nach einem zweiten Brexit-Referendum. Zuvor will die Labour-Partei jedoch versuchen, die Regierung von ihren eigenen Brexit-Plänen zu überzeugen. Labour setzt sich dafür ein, dass Großbritannien in einer Zollunion mit der EU bleibt. Das lehnt May jedoch kategorisch ab.

Foto: dpa

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Stuttgart / Baden-Baden
Von schwächelndem Export getroffen

20.02.2019
Exportschwäche trifft Branche
Stuttgart/Baden-Baden (nof) - Die chemische Industrie in Baden-Württemberg hat das Jahr 2018 mit einem unerwarteten Umsatzminus abgeschlossen: Um 0,3 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro reduzierten sich die Umsätze der Chemie- und Pharmafirmen im Südwesten(Foto: ChemieBW). »-Mehr
Baden-Baden
Ein großes Geheimnis wird gelüftet

11.02.2019
Närrisches Herrscherpaar
Baden-Baden (kim) - Mit einem grandiosen Prinzenball wurde am Samstagabend in Haueneberstein die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Das größte Geheimnis der Eberbachgemeinde ist gelüftet: Matthias II. (Schaffer) und Hannah I. (Hallmann) regieren die Schunkenbacher Narren. »-Mehr
Bühl
Ein Dahinschweben wie auf Wolke sieben

04.02.2019
Soul und Poesie im Schütte-Keller
Bühl (ub) - Der britische Blues- und Soulpoet, Pianist und Liedermacher Paul Millns stieg nach drei Jahren mal wieder in die Tiefen des Schütte-Kellers, um mit seiner eindrucksvollen Stimme das Publikum mitzureißen. Mit im Gepäck hatte er viel neues Material (Foto: Barth). »-Mehr
Murgtal
Fischer singt eher Heintjes ´Mama´

01.02.2019
"Hellseher" liegen gut im Rennen
Murgtal (ham) - Die 473 Teilnehmer beim "Hellseher"-Wettbewerb der Murgtal-Redaktion liegen gut im Rennen: Die erste der zehn Fragen zu 2019 beantworteten 325 Auguren (68,7 Prozent) richtig und rechneten damit, dass die deutschen Handballer (Foto: dpa) das WM-Finale verpassen. »-Mehr
Baden-Baden
Doppelwahl mit Brexit-Problem

26.01.2019
Doppelwahl: Vorbereitung läuft
Baden-Baden (hez) - Den Bürgern steht am 26. Mai, ein großer Wahltag bevor (Foto: dpa), denn neben der Zusammensetzung der Kommunalparlamente geht es auch darum, wer dem Europaparlament angehören wird. Auch in Baden-Baden laufen die Vorbereitungen auf die Doppelwahl. »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
Umfrage

Kultusministerin Susanne Eisenmann hat Eltern kritisiert, die ihre Kinder vor den Ferien aus der Schule nehmen. Würden Sie Ihr Kind schwänzen lassen, um früher in den Urlaub zu fahren?

Ja.
Nein.
Nur im Notfall.
Das weiß ich nicht.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz