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Sturmtief: Bahnverkehr betroffen
Sturmtief: Bahnverkehr betroffen
10.03.2019 - 17:47 Uhr
Berlin (dpa) - Mit Orkanböen bis Windstärke zwölf hat das Sturmtief "Eberhard" den Bahnverkehr in Teilen Deutschlands zum Erliegen gebracht. Die Deutsche Bahn empfahl ihren Reisenden im Fernverkehr, nach Möglichkeit keine Reise mehr am Sonntag anzutreten. In Baden-Baden meldete die Feuerwehr bis zum frühen Abend bereits 25 Einsätze.

 

In Nordrhein-Westfalen stellte die Bahn den Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs ein. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz hielt die Bahn nach eigenen Angaben Züge an Bahnhöfen zurück. In Bayern fiel die Partie der Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und Dynamo Dresden wegen des Sturms aus.

Viele Strecken gesperrt

Die Bahn stellte in Nordrhein-Westfalen den Fernverkehr Richtung Hamburg, Hannover, Kassel und Frankfurt sowie ins benachbarte Ausland ein. Die Entscheidung sei wegen "vieler gesperrter Strecken und zur präventiven Schadensabwendung" getroffen worden, schrieb das Unternehmen auf Twitter. Gestoppt wurde zudem der Verkehr auf der Strecke Frankfurt-Würzburg. Auch die Verbindung zwischen Worms und Mannheim war zeitweise gesperrt. "In Rheinland-Pfalz und Hessen werden zahlreiche Fernzüge auf Bahnhöfen zurückgehalten", teilte die Bahn mit.

Für Baden-Württemberg und Teile von Bayern warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) insbesondere für den Sonntagnachmittag vor orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten im Flachland bis 110 Kilometer pro Stunde. Auf dem Feldberg wurden demnach sogar Geschwindigkeiten bis 150 Stundenkilometer gemessen.

Skilifte stellen Betrieb ein

Im Schwarzwald stellten mehrere Skilifte den Betrieb ein, wie ein Sprecher der Liftbetreiber sagte. Die Schneefallgrenze sollte stellenweise auf 400 Meter sinken. Für das Allgäu prognostizierte der DWD bis Montagmorgen Niederschläge von stellenweise mehr als 50 Litern pro Quadratmeter.

Baden-Baden: 25 Einsätze bis zum frühen Abend

In Baden-Baden rückte die Feuerwehr bis zum frühen Abend bereits zu 25 Einsätzen aus, dabei ging es unter anderem um abgedeckte Dächer, beschädigte Photovoltaik-Anlagen sowie umgestürzte Bäume auf Straßen und Gebäuden. Die Einsätze dauerten gegen 18 Uhr noch an. Im Einsatz waren die hauptamtliche Wache (einschließlich dienstfreier Kräfte), die Freiwillige Feuerwehr mit den Abteilungen Balg, Ebersteinburg, Oos, Stadtmitte und Steinbach sowie die Einheit Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen (SRHT) Mittelbaden. Diese ist eine Kooperation der Feuerwehren Baden-Baden und Bühlertal sowie der Bergwacht, Ortsgruppe Baden-Baden.
Foto: dpa

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