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Kreuzer: Nur Aufstieg nicht genug
Kreuzer: Nur Aufstieg nicht genug
29.03.2019 - 14:13 Uhr
Karlsruhe (lsw) - Die Bayern-Philosophie wirkt bei Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer auch 22 Jahre nach dem Abschied aus München weiter nach. Von seinem im Januar gesteckten Ziel will der 53-Jährige daher kein Stück abweichen. "Ich will nach wie vor Meister werden", bekräftigte der ehemalige Bundesliga-Profi des deutschen Fußball-Rekordmeisters und verwies darauf, dass auch die Münchner unlängst neun Punkte Rückstand wieder aufgeholt haben.

Trotz des zweiten Rangs in der 3. Fußball-Liga ist er nicht zufrieden, daran lässt er keinen Zweifel. "Wir haben es leichtfertig zugelassen, dass wir mittlerweile nicht zwei, sondern sechs Punkte hinter dem VfL Osnabrück sind", kritisierte Kreuzer. Eine gefährliche Situation, wie er findet: "Wenn du nur nach hinten schaust und willst deinen kleinen Vorsprung verwalten, ist das nicht gut."

Spitzenspiel in Wiesbaden

Im Spitzenspiel beim Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden am Sonntag (14 Uhr/Magenta-Sport) geht es allerdings vor allem darum, sich im Aufstiegskampf vom Verfolger bis auf sechs Zähler abzusetzen. Richtungsweisend sei die Partie aber nicht, beschwichtigte Kreuzer ebenso wie Trainer Alois Schwartz.

Schwartz: "Letztlich muss man das Ganze betrachten"

Der Coach unterstützt die Ambitionen des Sportdirektors, schränkte aber ein: "Letztendlich muss man das Ganze betrachten. Viele vergessen, dass wir im vergangenen Jahr ganz unten waren, eine Relegation verloren haben und fünf Stammspieler abgegeben haben", sagte der 52-Jährige. "Wichtig ist erst einmal, dass wir jetzt unseren Platz untermauern."

Bestes Auswärtsteam der Liga

Am nötigen Selbstbewusstsein sollte es dem KSC nicht mangeln. Die Mannschaft fährt als bestes Auswärtsteam der Liga nach Hessen. Probleme hat der badische Traditionsclub in dieser Saison im heimischen Wildparkstadion. Dort ging der Beinahe-Aufsteiger der Vorsaison bereits vier Mal leer aus. Osnabrück sammelte vor eigener Kulisse neun Punkte mehr.

Hinzu kommt, dass der KSC wiederholt gegen vermeintlich schwächere Teams nicht gut aussah. "Wir haben oftmals nach der Hälfte des Spiels den Spielbetrieb eingestellt. Das ist schlecht. Wir müssen lernen, unseren Matchplan durchzuziehen", forderte Kreuzer. Bislang patzten jedoch auch die beiden Verfolger SV Wehen und Hallescher FC mit schöner Regelmäßigkeit.

Fortschritt in der Offensive

Einen Fortschritt im Vergleich zum letzten Jahr sieht Kreuzer insbesondere in der Offensive. Die defensive Stabilität sei dagegen verloren gegangen. Dennoch hat die Mannschaft nach Kreuzers Ansicht das Potenzial, seine Zielvorgabe zu erfüllen. Prognosen seien aber noch müßig. "Die gehen sowieso in die Hose. In den letzten fünf Saisonspielen, das war immer so, gibt es drittligaweit Resultate, an die denkt heute noch keiner", warnte er.

Foto: GES

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