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Hat Rehm Schwartz angemacht?
Hat Rehm Schwartz angemacht?
01.04.2019 - 16:04 Uhr
Karlsruhe (lsw) - Auch am Tag nach der 0:2-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden hatte sich Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer noch nicht wieder beruhigt. Doch es war nicht die Leistung seiner Profis im umkämpften Aufstiegsduell, die den ehemaligen Bayern-Profi nervte, sondern vermeintliche verbale Entgleisungen von Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm. Der 40-Jährige habe KSC-Trainer Alois Schwartz (dpa-Foto) wissen lassen, so berichtete Kreuzer, er solle die "Fresse halten" und sich hinsetzen.

"Ich wiederhole diese Aussage auch unter Eid. Mein ganzes Trainerteam hat es auch gehört. Die Aussage ist gefallen und das gehört sich nicht", sagte der 53-Jährige am Montag.

Rehm wies Vorwürfe zurück

Rehm selbst hatte, mit den Vorwürfen konfrontiert, noch am Sonntag laut SWR erklärt, er habe solche Worte nicht benutzt. Er riet Kreuzer, dieser solle lieber schauen, dass er einen ordentlichen Job mache. "Allein diese Aussage ist schon selbstredend. Er soll einfach mal in den Spiegel schauen damit", keilte Kreuzer tags darauf zurück.

Auch andere beleidigt?

Nach Ansicht von Kreuzer sei auch bei anderen Drittligisten bekannt, dass in Wiesbaden gegnerische Spieler ebenso wie das gegnerische Trainerteam oder Schiedsrichter nicht selten angemacht werden. "Die haben ja nicht nur Heimspiele gegen den KSC, da kommen auch andere Mannschaften hin", erklärte der Sportdirektor des badischen Fußball-Drittligisten. Bereits im vergangenen Jahr sei in Wiesbaden KSC-Spieler Marco Thiede "mit einem Schimpfwort beschimpft worden, dass ich hier gar nicht wiederholen möchte", sagte er.

"Das geht einfach nicht"

Er schätze Rehm zwar als guten Trainer, der seit Jahren hervorragende Arbeit abliefere. "Aber das geht einfach nicht. Ich hatte einfach mal das Bedürfnis, das öffentlich klarzustellen", sagte Kreuzer.

KSC fehlt die Konstanz

Sorgen, dass der KSC den Aufstieg in die 2. Bundesliga verspielt habe, macht sich Kreuzer momentan nicht. Sieben Spieltage vor Saisonende steht der frühere Erstligist als Dritter aber nicht mehr auf einem direkten Aufstiegsrang.

Das Problem sei, dass es in dieser Saison noch nicht gelungen sei, eine Konstanz aufzubauen. "Manchmal ist die Mannschaft ein Überraschungs-Ei", räumte er ein. "Wir müssen wieder an uns glauben. Und das werden wir auch tun."

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